HISTORISCHER VEREIN - NEWSARCHIV
 
2005
Die Veranstaltungen des Historischen Vereins finden in der Regel im Saal des Gäubodenmuseums Straubing, Fraunhoferstr. 9, oder im Saal der Sparkasse Straubing-Bogen (Eingang Jakobsgasse) statt. Termine und Ankündigungen sind auch der Tagespresse (Straubinger Tagblatt) und dem halb- jährlich erscheinenden, per Post an die Mitglieder zugestellten Mitteilungsblatt des Vereins zu ent- nehmen...
WER, WO, WANN, WAS??? - NEUIGKEITEN DES HISTORISCHEN VEREINS

Mittwoch, 30. November 2005, 19.30 Uhr, im Sparkassensaal:
Das Moses-Fenster in St. Jakob - Herkunft und Bedeutung

Vortrag von Kunsthistoriker Dr. Hartmut Scholz/Corpus Vitrearum Deutschland, Freiburg i. Breisgau

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 2/2005



Donnerstag, 10. November 2005
Die Straubinger Volksschullehrer und ihre geistliche Schulaufsicht (1790-1918)

Die Schule St. Peter und der Historische Verein laden ein zum Festvortrag von Ralf Bachmann, Kon- rektor, anlässlich der 125-Jahrfeier der Schule St. Peter um 19.30 Uhr im Rathaussaal der Stadt Straubing.

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 2/2005



Mittwoch, 26. Oktober 2005

Römerabteilung II: Militärwesen

Führung durch die neueröffnete Römerabteilung im Gäubodenmuseum mit Stadtarchäo- logen und Museumsleiter Dr. Johannes Prammer/Straubing


Treffpunkt: 19.30 Uhr im Foyer des Gäubodenmuseums

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 2/2005



21. bis 23. Oktober 2005
Ist das Moses-Fenster von Albrecht Dürer?
Internationales Kolloquium des Landesamtes für Denkmalpflege in Paderborn

(blfd). Vom 21. bis 23. Oktober 2005 veranstaltete das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) zusammen mit dem Forschungszentrum für mittelalterliche Glasmalerei ein international besetz- tes Kolloquium, das klären soll, ob der Entwurf zum Moses-Fenster in der Straubinger St. Jakobs- kirche von Albrecht Dürer stammt...

Der Bericht darüber ist zu finden in den "Denkmalpflege Informationen", Ausgabe B 132 (Nov. 2005).




18. Oktober 2005
Sammelband zur Vortragsreihe "650 Jahre Herzogtum Straubing-Holland" offiziell vorgestellt


Im Bild (v.l.): OB Reinhold Perlak, Autor Rainer Gimmel, Alfons Huber, Dr. Dorit-Maria Krenn, Dr. Johannes Prammer, Autor Prof. Dr. Lutz-Dieter Behrendt sowie Karl Bauer, Schatzmeister des Historischen Vereins

(sr-tagblatt). Einen Aufsatz-Band zur Vortragsreihe "650 Jahre Herzogtum Niederbayern-Straubing- Holland" hat der Historische Verein unter Federführung von Stadtheimatpfleger und 1. Vorsitzenden Alfons Huber und Museumsleiter Dr. Johannes Prammer herausgebracht. Das knapp 400 Seiten starke Buch mit Beiträgen von zwölf Autoren, seltenen Fotos und farbigem Titelbild wurde in der Atten- kofer'schen Buch- und Kunstdruckerei hergestellt und am 18. Oktober im Rathaus der Öffentlichkeit prä- sentiert.

Oberbürgermeister Reinhold Perlak wertete es als sehr erfreulich, dass sich der Historische Verein laufend mit unterschiedlichen Aspekten der Stadtgeschichte auseinandersetzte und sie dadurch leben- dig halte. Vorsitzender Alfons Huber blätterte ein wenig in dem druckfrischen Band und machte auf ei- nige Details aufmerksam: Zum Beispiel haben neben regionalen Autoren auch drei Professoren aus Hol- land daran mitgewirkt und bislang noch unbekanntes Archivmaterial eingebracht.

Die Idee zu diesem Buch geht auf eine Vortragsreihe zurück, die der Historische Verein vor zwei Jah- ren anlässlich der Feierlichkeiten zu "650 Jahre Herzogtum Straubing-Holland" veranstaltete. Damals wurde der Wunsch laut, diese Vorträge in Buchform herauszubringen. "Auch wenn das Buch nun vor- liegt, heißt das noch lange nicht, dass die Erforschung der Geschichte des Herzogtums abgeschlossen ist", betonte Huber. Der Aufsatz-Band ist für 24,80 Euro im Buchhandel und im Gäubodenmuseum er- hältlich.



11. Oktober 2005
Nach dem Tod des Kreisarchäologen Karl Böhm:
Wer kümmert sich künftig um die Archäologie im Kreis Straubing-Bogen?

Straubing-Bogen. (map) Ob es um Ausgrabungsfunde ging, um die Baugeschichte des Klosters Wind- berg oder darum, dass auch der Rest der Welt endlich wissen sollte, woher die bayerischen Rauten wirklich kommen: Kreisarchäologe Karl Böhm war der Mann der Stunde, und er verstand es, sein immenses Wissen witzig und anschaulich an den Mann zu bringen. Seit seinem Tod im Sommer ist die Stelle verwaist. Wie es mit der Kreisarchäologie künftig weitergeht, wird im November Thema im Kreis- ausschuß sein.

„Man kann jetzt noch nicht sagen, ob die Stelle wieder besetzt wird“, läßt Pressesprecher Franz Beyerl zum augenblicklichen Stand der Dinge verlauten. Zum einen ist da die äußerst reichhaltige Kulturge- schichte des Landkreises Straubing-Bogen, die vor allem ein Kreisarchäologe mit entsprechender Wir- kung in der Öffentlichkeit präsentieren kann. Zum anderen sind da die Kosten für dessen Stelle plus der Miete für die Räume der Kreisarchäologie im Kulturforum Oberalteich. Rund 50000 Euro im Jahr seien dafür wohl anzusetzen, sagt Beyerl. (...)

>>> mehr dazu in der Tagespresse



Sonntag, 02. Oktober 2005
Schutzengelkirche: Abschluß der Restaurierung
Festakt wird am Schutzengelfest am 02. Oktober 2005 offiziell gefeiert

(hv). Dank der von Lutz Burgmayer betriebenen Initiative "Schutzengelhilfe" kann zum Schutzengel- fest am 2. Oktober mit einem feierlichen Festakt der glückliche Abschluss der Restaurierung der Schutzengelkirche begangen werden. Damit auch die letzten Maßnahmen wie Restaurierung der Gruft und des alten Chorgestühls abgeschlossen werden können, bitten wir weiterhin um wohlwollen- de monetäre "Schutzengelhilfe" auf das Konto Nr. 415 646 bei der Sparkasse Straubing-Bogen (742 500 00).



Dienstag, 27. September 2005
Das Mosesfenster – ein echter Dürer
Aufsatz von Hartmut Scholz lässt keine Zweifel an Echtheit des Entwurfes - Neue Bro- schüre ab sofort erhältlich

(sr-tagblatt). Der Entwurf des Moses-Fensters in der Basilika St. Jakob stammt aus der Feder des welt- bekannten Nürnberger Malers Albrecht Dürer - diese kunsthistorische Sensation sorgte im Sommer dieses Jahres für Furore. In einem jetzt als Sonderdruck erschienenen Aufsatz belegt der Kunsthistori- ker Dr. Hartmut Scholz warum der Schöpfer des Fensters Dürer sein muss. Am 27. September über- reichten Alfons Huber, Dr. Johannes Prammer und Karl Bauer vom Historischen Verein ein Exemplar an Stadtpfarrer Jakob Hofmann. (...)



Mittwoch, 21. September 2005
Ausstellungseröffnung der zweiten Römerabteilung zum Thema Militärwesen
Syrer bewachten römische Donaugrenze - Sorviodurum war mit Kriegshafen und zwei be- festigten Kastellen bestens gerüstet

(sr-tagblatt). Betritt man die nachgebaute Militärverwaltung im Gäubodenmuseum, ist man fast schon für die römische Armee rekrutiert. Unter dem imaginären Befehl „rechts Marsch“ kann man sich gegen den Uhrzeigersinn mit den einzelnen Vitrinen vom Eintritt über die Ausbildung bis hin zur Entlassung ei- nes römischem Legionärs informieren. „Man muss sehr weit gehen, um so eine Ausstellung zu finden“, betonte Museumsleiter Dr. Johannes Prammer und unterstrich die Einzigartigkeit der neuen Ab- teilung, die von Oberbürgermeister Reinhold Perlak im Beisein von Regierungspräsident Dr. Walter Zitzelsberger und zahlreichen Ehrengästen am Mittwoch eröffnet wurde.

Noch enger als die acht Mann in einer römischen Militärstube drängten sich die zahlreichen Gäste zur Eröffnung in den nachgestellten Innenhof eines zentral gebauten römischen Verwaltungsgebäudes. Groß ist der Raum nicht, er hat aber viel über die Entwicklung von Sorviodurum, dem späteren Strau- bing, zu bieten. Spitzen aus Kultur und Politik, Wirtschaft und Verwaltung waren in das Gäubodenmu- seum gekommen, um römische Militärgeschichte mit regionalen Funden und Multimediashow - die vir- tuelle Spaziergänge durch das computeranimierte Kastell oder Fahrten auf der Donau ermöglicht - zu besichtigen.

Perlak hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Museums und seiner teils sehr seltenen Exponate für die Region heraus. Viele Gäste der Stadt könnten es oft fast nicht glauben, wie reichhaltig die etwa 6000-jährige Siedlungsgeschichte sei. Das Museum gehöre zur Stadt, es lasse die lange Geschichte lebendig werden und es „zeigt das pralle Leben auf“. Straubinger könnten stolz auf ihre Stadt sein, be- sonders wenn ihre Schönheit und Geschichte immer wieder auch von Besuchern gelobt werde, beton- te Perlak.

Tödliche dreieckige Pfeilspitzen
Das weltweite Unikat Römerschatz mit seinen Masken und Paraderüstungen werde durch die Militär- ausstellung, die ebenfalls zahlreiche Besonderheiten biete, hervorragend ergänzt. Prammer streifte in einer kurzen Zusammenfassung Erkenntnisse aus 25 Jahren archäologischer Arbeit. Die in Sorviodu- rum stationierten Hilfseinheiten der römischen Armee errichteten insgesamt vier Kastelle zu unter- schiedlichen Zeiten, wobei sogar zwei über eine Zeitraum von etwa 100 Jahren parallel genutzt wur- den, eine außergewöhnliche, sonst nicht übliche Konstellation.

Die Einheiten bestanden unter anderem aus berittenen Soldaten und verfügten über einen Kriegshafen. In der Militaria-Ausstellung werden ausschließlich Funde aus Straubing gezeigt. Eiserne dreieckige Pfeilspitzen, die eine besonders starke Durchschlagskraft hatten, wie Prammer erklärte, zeugen von der einstigen Stationierung einer Spezialtruppe des römischen Heeres. Als einzige Bogenschützenheit an der Donau war die 1000 Mann starke 1. Canathener-Kohorte, bestehend aus syrischen Bogen- schützen, im Gebiet der heutigen St. Peterskirche für etwa 100 Jahre stationiert.

Einmalig dürfte auch der Kriegshafen an der Allachbachmündung gewesen sein. Das rekonstruierte Modell eines leichten militärischen Ruderschiffes verdeutlicht mit Karten, Lage und Funktion die Wichtig- keit des Hafens. Durch Luftaufnahmen und Grabungen sind bisher auch sechs Übungslager bekannt. Diese von den Auxiliarsoldaten nur kurzzeitig angelegten Schanzanlagen wurden etwa 1,5 Kilometer vom Kastell entfernt an der Donau im heutigen Stadtteil Hofstetten gefunden. Der niederbayerische Re- gierungspräsident Dr. Walter Zitzelsberger war besonders von dem zusammenhängenden Konzept der zweiten Römerabteilung im Gäubodenmuseum beeindruckt. Als Absolvent eines humanistischen Gym- nasiums sei er als ehemaliger Latein- und Griechischschüler immer besonders an der römischen Ge- schichte interessiert.

Seltener Fund: Militärdiplome
Mit einer „ehrenvollen Entlassung“ für die Besucher endet der Eintritt, beziehungsweise Einblick in die römische Armee in der raetischen Provinz. Die zahlreichen bronzenen Entlassungsdiplome, die aus An- gehörigen der Hilfstruppen nach 25 Jahren harten Militärdienstes römische Bürger machten, sind eine weitere Besonderheit der Ausstellung. Nirgendwo sonst wurden so viele Entlassungsdiplome bei ar- chäologischen Ausgrabungen gefunden wie in Straubing, betonte Prammer.

Das Gäubodenmuseum ist mit seiner neuen Römerabteilung Dienstag bis Sonntag geöff- net - jeweils von 10 bis 16 Uhr.



Samstag, 17. September 2005
Von Kaisers Gnaden! 500 Jahre Pfalz-Neuburg

Studienfahrt zur bayerischen Landesausstellung im neu renovierten Residenzschloss in Neuburg a.d. Donau in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Straubing unter der fachkundigen Führung von Oberstudiendirektor Werner Schäfer, Straubing.

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 2/2005



Sonntag, 11. September 2005:
"Krieg und Frieden"
Tag des Offenen Denkmals in Deutschland - Dreiteiliges Programm in der Stadt Straubing

(di). 60 Jahr nach Kriegsende findet der Tag des offenen Denkmals als Teil der European Heritage Days im Jahr 2005 zum Thema "Krieg und Frieden" statt. Kriege bringen Tod, Leid und Zerstörung mit sich; viele Denkmäler gehen im Krieg unwiederbringlich verloren oder zeigen deutliche Wunden der Zerstö- rung. Zum Schutz vor Angriffen schufen die Menschen Palisaden, Wälle, Gräben, Burgen, Stadtmauern und Bunker. An die Schlachtfelder erinnern Denkmäler, Kapellen und Gefallenenfriedhöfe. In Friedens- zeiten machte man sich daran, die Schäden des Krieges zu beheben. Wohnhäuser, Profanbauten und Kirchen, ja ganze Städte sind Zeugen des Wiederaufbaus. (...)

Generalkonservator Greipl sieht Denkmalschutz ernsthaft gefährdet
München (dpa/lby) - Bayerns Generalkonservator Prof. Egon Johannes Greipl hat einen höheren Stellenwert für den Denkmalschutz in der Gesellschaft angemahnt. Seit 1990 seien die Mittel zum Bei- spiel für die Baudenkmäler in Bayern schleichend um insgesamt rund 70 Prozent zurückgefahren wor- den, sagte Greipl der dpa in München. Hier müsse eine Trendumkehr stattfinden, sonst gehe der Denk- malschutz den Bach runter. Er hoffe, dass der Tag des offenen Denkmals Bürger und vor allem Politiker für das Thema sensibler mache.

In der Stadt Straubing sind folgende Einrichtungen (auch mit fachlicher Führung) zu besichtigen:

Kriegergedächtnisstätte und Pulverturm, Am Pulverturm. Runder Wehrturm an der Norwestecke der Stadtbefestigung, mit Kegeldach Ende 15. Jh., ehemals auch Zeughaus; heute mit der Skulptur "Leidtragende", 1963 von Karl Reidel, Denkmal für die Opfer der Weltkriege und der nationalsozialisti- schen Gewaltherrschaft. Geöffnet 10.00 bis 16.00 Uhr, Führungen durch Stadtführer um 11.00, 13.00 und 14.00 Uhr (Info-Tel. 09421 944-307).

Schutzengelkirche (ehem. Franziskanerkirche), Schulgasse 30. Die Franziskaner errichteten 1697 ein Hospiz, 1702 erhielten sie vom bayerischen Kurfürsten Max Emanuel die Erlaubis, ein förmli- ches Kloster zu gründen; der Kirchenbau begann 1706, Baumeister war Frater Philipp; einschiffiger ge- wölbter Barockbau einfacher Art, Langhaus mit fünf Jochen und Seitenkapellen; nach der Säkularisa- tion im Staatsbesitz. Geöffnet 11.00 bis 17.00 Uhr, Führungen durch das Staatliche Hochbauamt Pas- sau um 11.00, 14.00 und 16.00 Uhr (Info-Tel.: 0851 50170).

Stadtführungen zu den Themen "Bombardierung und Luftschutzkeller", "Kriegsdenkmäler aus militär- und kunsthistorischer Sicht" und "Historische Stadtbefestigungen" (Info-Tel: 09421 944-307).



09. bis 11. September 2005
Briefmarkenausstellung "Petrus Canisius - 80 Jahre Heiligsprechung"
Teil des Reinerlöses aus Verkauf von Schmuckumschlägen zugunsten des Canisius-Fen- sters in St. Jakob

(ah). Zusammen mit der Sammlergilde St. Gabriel führt der Philatelisten-Club Straubing vom 9. bis 11. September 2005 in unserer Stadt seine Mitgliederversammlung durch. Dazu wird die Briefmarken- Ausstellung "Petrus Canisius - 80 Jahre Heiligsprechung" gezeigt. Zu dieser Veranstaltung gibt es mit Sonderstempel versehene Schmuckumschläge, deren Gestaltung auf das Canisius-Fenster in St. Jakob hinweist. Eine Spende aus dem Reinerlös von dem Verkauf kommt der Restaurierung dieses Ca- nisius-Fensters zugute. Die Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen.



18. August 2005
Mitgliederzahlen im Jahr 2004 rückläufig
Verein bittet um verstärkte Werbung zum Vereinsbeitritt

(ah). Im letzten Vereinsjahr ging erstmals seit 23 Jahren die Zahl der Vereinsmitglieder zurück. Um die kulturellen Aufgaben auch in schwieriger gewordenen Zeiten erfüllen zu können, möchten wir die Ver- einsmitglieder herzlich aufrufen, im Bekannten- und Verwandtenkreis auch weiterhin für einen Ver- einsbeitritt (jährlich 20 Euro, für Schüler und Studenten 10 Euro) zu werben.

>>> weitere Infos dazu unter Rubrik "Kontakt"



18. August 2005
Restaurierung der "Speisung der 5000" macht gute Fortschritte
Michael Eresingers Tafelgemälde wird im Spätherbst wieder in Straubing sein

(ah). Die Restaurierung des von Vereinsmitglied B. Hartl entdeckten Eresinger Tafelgemäldes "Die Spei- sung der 5000" (ca. 1600) in den Werkstätten des Landesamts für Denkmalpflege macht gute Fort- schritte, so dass das Bild im Spätherbst wieder in Straubing sein könnte. Es soll dann für die Öffentlich- keit, womöglich im Kirchenraum von St. Michael, zugänglich gemacht werden.



18. August 2005
Biographie Herzog Albrechts I. vor dem Abschluss
Deutsche Ausgabe wird bald in Angriff genommen...

(ah). Professor Dr. D. E. H. de Boer (Univ. Groningen) steht vor dem Abschluss seiner umfangrei- chen Biographie Herzogs Albrecht I.: In de leeuwekuil. Albrecht van Beieren (1336-1404) als Euro- pees vorst. Die deutsche Ausgabe, die auch in Straubing vorgestellt werden soll, wird anschließend bearbeitet...



18. August 2005
Sonderband "650 Jahre Herzogtum Straubing-Holland" ist fertig
Auslieferung erfolgt im Laufe des Septembers 2005

(ah). Der Sonderband "650 Jahre Herzogtum Straubing-Holland", in dem die zehn Referate der gleichnamigen Vortragsreihe (2003/2004) abgedruckt sind (ca. 400 Seiten), ist endlich fertig und wird im September ausgeliefert. Die Mitglieder erhalten diesen prächtigen Festband zusätzlich und gratis zum Jahresband.

Spenden für diese außerordentliche Festgabe nimmt der Verein sehr dankbar entgegen auf sein Kon- to 5353 (BLZ 742 500 00) bei der Sparkasse Straubing-Bogen.



Donnerstag, 30. Juni 2005:
Scherben aus La-Tène-Zeit bringen Glück
Straubinger Hochschulpreis 2005 ging an die Archäologin Dr. Claudia Tappert

(sr-tagblatt). Scherben bringen Glück. In diesem Fall waren es rund 8000, die Dr. Claudia Tappert un- tersuchte und die sie in ihrer Dissertation „Die Gefäßkeramik des La-Tène-zeitlichen Siedlungsplatzes Straubing-Bajuwarenstraße“ vorstellte. Durch ihre akribische Forschungsarbeit hat sie nach den Wor- ten ihres Doktorvaters Prof. Otto Hermann Frey von der Universität Marburg, zahlreiche Ansätze gelie- fert, die es notwendig machten, den Übergang von der keltischen in die römische Epoche neu zu be- trachten.

Am Donnerstagabend wurde die junge Archäologin im Rahmen eines Festakts für ihre bedeutende wis- senschaftliche Arbeit im Sparkassensaal mit dem Straubinger Hochschulpreis 2005 ausgezeichnet, der mit 4000 Euro dotiert ist. Musikalisch-melodiös umrahmt wurde die Feier von Josef Haslinger am Flü- gel. (...)



Samstag, 18. Juni 2005 - Treffpunkt: 14.00 Uhr am Südportal der Basilika St. Jakob:
Erkundigungen vor Ort: Wie man Bildwerke des Barockkünstlers Simon Hofer (1683-1749) entdecken kann (an Altären von St. Jakob, der Karmelitenkirche und St. Veit)

Kunsthistorische Führung in den Straubinger Kirchen St. Jakob, Karmelitenkirche und St. Veit mit Studiendirektor a. D. Dr. Otto Schmidt (Landshut)

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 1/2005



Donnerstag, 02. Juni 2005:
Freiburger Forscher bestätigt kunsthistorische Sensation:
Moses-Fenster der Basilika St. Jakob
in Straubing von Albrecht Dürer entworfen

Rotary-Club übernimmt die Hälfte der Restaurierungskosten

(sr-tagblatt). Sensationell! Was kunsthistorische Spürnasen schon vor einiger Zeit erschnüffelt ha- ben, ist jetzt von Dr. Hartmut Scholz von CVMA (Corpus Vitrearum), Freiburg, dem Forschungszentrum für mittelalterliche Glasmalerei, endgültig bestätigt worden: Das Moses-Fenster in der Basilika St. Jakob wurde von Albrecht Dürer entworfen. Dies wurde bei einem informellen Treff am Donnerstagmorgen bekannt gegeben, an dem unter anderem Dr. Ivo Rauch, Sachverständiger für Kunst und Denkmalpfle- ge, Koblenz, Dr. Susanne Fischer vom Bayerischen Denkmalschutz, München, Pfarrer Jakob Hofmann und Rotary-Präsident Karl Bauer, dessen Club über die Hälfte der Restaurierungskosten des Fensters übernommen hat, teilnahmen.

Die ohnehin ehrwürdige Atmosphäre in St. Jakob erfuhr am Donnerstag eine unglaubliche Steigerung. Denn es ist eine kunsthistorische Sensation, die sich da in der Basilika bestätigte: Der Nürnberger Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker Albrecht Dürer (1471-1528), der als künstlerischer Repräsentant seiner Epoche gilt, hat das Moses-Fenster entworfen. Hergestellt wurde es in der auf dem Gebiet der Glas- kunst führenden Werkstatt von Veit Hirsvogel in Nürnberg, wo zahlreiche Entwürfe bedeutender Künst- ler realisiert wurden.

Bislang gehegte Zweifel über den Ideengeber des um 1500 entstandenen Moses-Fensters hat Dr. Hart- mut Scholz von CVMA, dem Forschungszentrum für mittelalterliche Glasmalerei in Freiburg, inzwischen ausräumen können: Albrecht Dürer steht als der Schöpfer der „monumentalen Figur“ fest, die den Über- gang von der Spätgotik zur Renaissance markiert.



Dienstag, 17. Mai 2005:
Straubinger Hochschulpreis 2005 an Claudia Tappert
von der Philipps-Universität Marburg vergeben

Thema der Doktorarbeit: „Die Gefäßkeramik des latenezeitlichen Siedlungsplatzes Strau- bing-Bajuwarenstraße“

(sr-tagblatt). Die 37-jährige Dr. des. Claudia Tappert von der Philipps-Universität Marburg ist mit der Dissertation „Die Gefäßkeramik des latenezeitlichen Siedlungsplatzes Straubing-Bajuwaren- straße“ die diesjährige Gewinnerin des Straubinger Hochschulpreises. Darauf hat sich das Ver- gabegremium, das sich aus dem Oberbürgermeister der Stadt Straubing, dem Landrat des Landkreises Straubing-Bogen und einem Vorstandsmitglied der Sparkasse Straubing-Bogen zusammensetzt, in sei- ner Sitzung Ende April einstimmig geeinigt.

Claudia Tappert ist in Solingen geboren und wohnt derzeit in Marburg. Nach dem Abitur begann sie 1987 das Studium der Vor- und Frühgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, das sie ab 1990 in Marburg fortsetzte und 1994 mit dem Magistertitel abschloss. 2004 promovier- te sie mit der Note „magna cum laude“. Sie war zwischenzeitlich Mitarbeiterin und Leiterin verschiede- ner archäologischer Projekte und Ausgrabungen in Deutschland und der Türkei und hat Aufsätze für zahlreiche Fachpublikationen verfasst.

Ihrer mit dem Straubinger Hochschulpreis prämierten Dissertation wird sowohl vom Lehrstuhl als auch von verschiedenen Fachgutachtern außergewöhnliche Qualität bescheinigt. Insbesondere sei es ihr gelungen, nicht nur die überregionale Bedeutung des heutigen Straubinger Stadtgebietes schon in vor- römischer Zeit aufzuzeigen, sondern auch einen wichtige historische Lücke in der Darstellung und Auf- arbeitung latenezeitlichen Fundgutes im gesamten südbayerischen Raum zu schließen. (...)



Donnerstag, 12. Mai 2005, 19.30 h, Rathaussaal:
Stadtführer „Straubing – das Herz Altbayerns“ von Stadtheimatpfleger Alfons Huber und Stadtarchivarin Dr. Dorit-Maria Krenn im Historischen Rathaussaal präsentiert

(sr-tagblatt). „Wenn jemand vom Himmel fiele, sollte er nach Straubing fallen!“ Von dieser uralten Strau- binger Redensart sind auch die beiden renommierten Historiker Alfons Huber und Dr. Dorit-Maria Krenn überzeugt. Doch wenn die Gäubodenstadt auch viele bedeutsame Denkmäler zu bieten hat, so fehlte ihr bislang doch eines: Ein geschichtlicher und kunsthistorischer Wegweiser zu all diesen einmali- gen Sehenswürdigkeiten. Deshalb beschloss die Stadtarchivarin und der Stadtheimatpfleger, gemein- sam einen solchen Führer zusammenzustellen. Vom gelungenen Ergebnis mit dem Titel „Straubing - das Herz Altbayerns“ konnten sich am Donnerstagabend rund 150 Gäste bei der offiziellen Präsen- tation im Historischen Rathaussaal überzeugen. (...)



Dienstag, 10. Mai 2005, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums:
Straubing und seine Schützen -
Entstehung und Entwicklung des Schützenwesens in Straubing

Vortrag von Willi Lüdeking, Straubing

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 1/2005
>>> Pressemitteilung (download im *.pdf-Format)



Sonntag, 08. Mai 2005, 10.00 - 16.00 Uhr:
Museen bauen Brücken - Internationaler Museumstag 2005
Freier Eintritt in Straubinger Museen

(sm). Am Sonntag, den 8. Mai 2005, wird weltweit bereits zum 28. Mal der Internationale Museums- tag begangen. Vom Internationalen Museumsrat ICOM 1977 ins Leben gerufen, wird damit auf das brei- te Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der mehr als 6000 Museen in Deutschland aufmerksam gemacht. 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unterstreicht das Motto des diesjährigen Museumstages "Museen bauen Brücken" die wichtige Rolle der Museen als Forum der Be- gegnung und des Dialogs.

So eröffnen Museen Zugänge zu fremden Kulturen wie auch zur eigenen Geschichte. Entsprechend lädt das Gäubodenmuseum Straubing zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 8. Mai 2005, von 10-16 Uhr bei freiem Eintritt zum Besuch der Dauerausstellungen ein.

1845 erstmals aufgestellt, wurden diese durch die ehrenamtliche Tätigkeit des Historischen Vereins seit 1898 stark vermehrt, so dass 1908 der Umzug in die heute genutzten Räume erfolgte. Hier in der Fraunhoferstr. 9 vollzieht sich seit Jahren die Neuaufstellung der einzelnen Abteilungen wie Vor- und Frühgeschichte, Römerschatz und Frühmittelalter, Sakrale Kunst und Volksfrömmigkeit sowie Stadtge- schichte.

Hauptattraktion ist sicher der 1950 aufgedeckte Römerschatz, der bis heute zu den bedeutendsten römischen Funden in der Bundesrepublik zählt. Doch auch der Abteilung "Frühe Baiern im Straubinger Land" weit über die Region hinaus Bedeutung zu, da die prächtigen, frühmittelalterlichen Fundstücke nicht nur einen Eindruck vom damaligen Kunsthandwerk vermitteln, sondern wichtige Erkenntnisse vom Übergang der Spätantike zum Mittelalter in Altbayern und damit zur "Stammesbildung" der Bajuwaren liefern. Vielfältige Aspekte zur Stadtgeschichte Straubings finden sich in den anschließenden Abteilun- gen "Sakrale Kunst und Volksfrömmigkeit" sowie dem Teilabschnitt "Straubing - Unter Kurfürst und Kö- nig". Hierzu wird am Internationalen Museumstag am 8. Mai 2005, um 14 Uhr eine kostenfreie Führung angeboten.

Neben dem Gäubodenmuseum Straubing beteiligt sich an den Aktionen zum Internationalen Museumstag 2005 in Strau- bing auch das Museum im Herzogschloss. Das dort untergebrachte Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums "Sammlung Kriss Bilder und Zeichen der Frömmigkeit" zeigt eine außergewöhnliche Dokumentation traditionellen Volks- glaubens: leuchtend farbige Hinterglasbilder, prächtig verzierte Rosenkränze, handgeschriebene Gebetbücher, Marterl und Totenbretter, Skulpturen und Gemälde zur Passionsgeschichte, Marienfiguren und Bilder heiliger Namenspatrone sowie Votivgaben und Votivtafeln, die wie Bildergeschichten von der wunderbaren Errettung kranker und verunglückter Menschen und Tiere erzählen. Anlässlich des Internationalen Museumstags besteht auch hier die Gelegenheit, diese einmalige Zusammenstellung religiöser Volkskunst bei freiem Eintritt zu den üblichen Öffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr zu besuchen. Ergänzt wird dieses Angebot um 14 Uhr durch eine kostenlose Führung durch das Museum im Herzog- schloss.



28. April 2005
Sonderband "650 Jahre Herzogtum Straubing-Holland" erscheint Anfang Juni

(hv). Nachdem nun auch der letzte Beitrag der Vortragsreihe „650 Jahre Herzogtum Straubing-Holland“ eingetroffen ist, können wir mit der Auslieferung des Sonderbandes (Abdruck der 10 Vortragsreferate, ca. 400 Seiten) an die Mitglieder anfangs Juni rechnen.



28. April 2005
Historischer Verein übernimmt "Patenschaft" für bronzezeitlichen Brunnen

(hv). Nachdem das Gäubodenmuseum durch einen Sponsor den einen von zwei ca. 3000 Jahre alten Schlitzpfostenbrunnen restauriert bekommt, erklärte sich der Verein zur Übernahme der Restaurie- rungskosten für den zweiten „besterhaltenen Brunnen Mitteleuropas“ aus grauer Vorzeit bereit.

Im letzten Vereinsjahr ging erstmals seit 23 Jahren die Zahl der Vereinsmitglieder zurück. Um die kul- turellen Aufgaben wie etwa die Finanzierung von Restaurierungen (siehe oben) auch in schwieriger gewordenen Zeiten erfüllen zu können, möchten wir die Vereinsmitglieder herzlich aufrufen, im Be- kannten- und Verwandtenkreis auch weiterhin für einen Vereinsbeitritt (jährlich 20 Euro, für Schüler und Studenten 10 Euro) zu werben.

>>> mehr dazu unter der Rubrik "Kontakt"...



28. April 2005
Stiftung für Erhalt der Gesamtanlage von St. Peter aktiv

(hv). Die in Privatinitiative von Vereinsmitglied OStD a. D. Th. Seethaler (Straubing) „Zum Erhalt der Bau- und Grabdenkmäler und zur Pflege der Gesamtanlage von St. Peter unter Wahrung Denkmalpflegeri- scher Erfordernisse“ 1995 ins Leben gerufene Stiftung hat bislang bemerkenswerte Aktivitäten ent- wickelt, im letzten Jahr z. B. die Wartung von 27 gusseisernen Grabdenkmälern im Bereich St. Peter. Wir können diese großartige Privatinitiative (Ansprechpartner Th. Seethaler) nur empfehlen und ihr weitere Förderer wünschen, zumal St. Peter noch manche denkmalpflegerische Maßnahme (Rück- führung der Epitaphien etc.) nötig hat.



28. April 2005
Tafelgemälde des Straubinger Malers Michael Eresinger (um 1600) restauriert

(hv). Der Restaurierung des von Vereinsmitglied B. Hartl entdeckten Eresinger-Tafelgemäldes „Die Speisung der 5000“ (ca. 1600) durch das Landesamt für Denkmalpflege steht vor dem Abschluß. H. G. Sax, Vorstand der Kirchenverwaltung von St. Michael, ist um eine adäquate Präsentation des Tafelbil- des im Umfeld der Kirche St. Michael bemüht.



28. April 2005
Ehem. Chorregentenhaus und Gäubodenmuseum erhalten Hinweistafeln

(hv). Zwischenzeitlich konnten zwei Hinweistafeln mit erläuternden Texten für das ehem. Chorregen- tenhaus und das Gäubodenmuseum (gestiftet von L. Burgmayer) fertiggestellt werden. Die Montage der Tafeln erfolgt demnächst...



Mittwoch, 06. April 2005, 19.30 h im Saal des Gäubodenmuseums:
Jahreshauptversammlung 2005
Wertvolle Exponate und einzigartige Funde: Jahresversammlung des Historischen Vereins für Straubing und Umgebung

(sr-tagblatt). Die Mitglieder des Historischen Vereins blickten bei ihrer Jahresversammlung auf ein „schönes, erfülltes und arbeitsreiches Jahr“ zurück, wie Vorsitzender Alfons Huber es nannte. Der Verein kaufte zahlreiche Exponate für das Gäubodenmuseum, und auch bei archäologischen Grabun- gen im Stadtgebiet kam so manches wertvolle Kleinod aus längst vergangener Zeit zum Vorschein. Highlights waren die Vorträge zum Abschluss des Jubiläums 650 Jahre Herzogtum Straubing-Holland sowie die Krippenausstellung der Familie Karl. (...)

>>> mehr dazu auch im Mitteilungsblatt 2/2004



Donnerstag, 10. März 2005, Treffpunkt: 19.00 Uhr im Foyer des Gäubodenmuseums
Kasimir & Co. - Marlene Reidel - Bilderbücher
Führung durch die Sonderausstellung im Gäubodenmuseum
mit Marlene Reidel, Kinderbuchautorin/Landshut


>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 2/2004




Donnerstag, 24. Februar 2005, 19.30 Uhr im Sparkassensaal
Kult und Vergnügen - Neues zu Künzing in der römischen Kaiserzeit
Vortrag von Dr. Karl Schmotz, Kreisarchäologe Deggendorf

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 2/2004




Mittwoch, 23. Februar 2005
In der Bibliothek des Karmelitenklosters werden wertvolle Fresken freigelegt

(sr-tagblatt).
Eine einmalige künstlerische Kostbarkeit verbirgt sich in der Bibliothek des Karmelitenklo- sters. Unter einer dicken Farbschicht liegen Malereien von Melchior Steidl, der auch die bedeuten- den Fresken in der Klosterkirche schuf. Um diese wertvollen Kunstwerke der Nachwelt zu erhalten, sollen sie jetzt freigelegt und restauriert werden. Die Kosten für die Renovierung schätzte ein Gutachter auf gut 270.000 Euro. Der Kulturausschuss fördert das Projekt mit 13600 Euro. „Durch die Freilegung bekommt die Stadt ein einzigartiges Kunstwerk zurück“, erklärte Karmeliten-Prior Georg Bertram.

Vom Spätmittelalter bis zur Aufhebung der Bettelorden-Klöster 1802 zeichnete sich das Karmelitenklo- ster durch einen einzigartigen Bibliotheksbestand aus. 16000 Bände stapelten sich einst in den Regalen, nach der Säkularisation kam der Großteil in die Münchner Staatsbibliothek. Beim Neubau ab 1684 erhielt das Kloster angesichts seines reichen Bestands einen eigenen Bibliothekssaal mit Tonnengewölbe. Der ganze Büchersaal bekam um 1710 neben feinem Stuck auch eine künstlerische Ausgestaltung in Sec- comalerei durch Melchior Steidl.

Doch nach der Säkularisation schätzte man den Wert solcher Kunst gering und ließ die Fresken Anfang des 19. Jahrhunderts einfach überweißen. Im gesamten deutschen Sprachraum gibt es keine solch um- fangreiche und künstlerisch wertvolle Ausstattung eines Bettelordens. Durch Risse im Gewölbe sind die Malereien wieder aufgetaucht und ein kleiner Teil ist bereits wieder freigelegt worden. "Die letzten Untersuchungen durch Experten fanden im Dezember statt", so Prior Georg Bertram. Sie seien zu dem Ergebnis gekommen, dass der Untergrund noch weitgehend in Ordnung sei.



Donnerstag, 27. Januar 2005, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums
Ostbayern zur Römerzeit
Vortrag des Archäologen Dr. Günther Moosbauer, Universität Osnabrück

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