HISTORISCHER VEREIN - ARCHIV 2008
 
Neuigkeiten und Termine
Die Veranstaltungen des Historischen Vereins finden in der Regel im Saal des Gäubodenmuseums Straubing, Fraunhoferstr. 9, oder im Saal der Sparkasse Straubing-Bogen (Eingang Jakobsgasse) statt. Termine und Ankündigungen sind auch der Tagespresse (Straubinger Tagblatt) und dem halb- jährlich erscheinenden, per Post an die Mitglieder zugestellten Mitteilungsblatt des Vereins zu ent- nehmen...
WER, WO, WANN, WAS??? - NEUIGKEITEN DES HISTORISCHEN VEREINS

                                                           2008


Mittwoch, 12. November 2008, 19.00 Uhr im Stadtarchiv, Rentamtsberg 1, als gemeinsame Ver- anstaltung mit dem Stadtarchiv Straubing
Aus dem Tagebuch eines Obergefreiten.
Erlebnisse von Andreas Piendl in Frankreich und Russland von 1940 bis 1949

(mit Dokumenten aus der Straubinger Seminarzeit von 1934 bis 1940)
Lesung/Vortrag von Franz Piendl, Abensberg

(hv). Der spätere Obergefreite Piendl wurde noch vor dem Abitur 1940 zur Wehrmacht eingezogen. 1949 kehrte er nach fünfjähriger russischer Gefangenschaft in die Heimat zurück. Während seiner gan- zen Dienstzeit, in der er als Kraftfahrer der 98. Infanteriedivision angehörte, führte er Tagebuch über seine Kriegserlebnisse und Eindrücke, obgleich dies streng verboten war.

Von Herbst 1941 an existieren fünf russische linierte Hefte. Der letzte Eintrag datiert von November 1943. Im Mai 1944 geriet Piendl auf der Halbinsel Krim in russische Gefangenschaft. Ein Heft, gefertigt aus Resten von Zementsäcken, stammt aus seiner russischen Gefangenschaft. Bei Beginn der Auf- zeichnungen spürt man noch die anfängliche Begeisterung, die jedoch bald der grausamen Wirklichkeit des Krieges wich, dazwischen Äußerungen über diesen Krieg und die Politik, die für ihn bei Aufde- ckung mehr als gefährlich gewesen wären.

Während des Krieges hatte er auch brieflichen Kontakt zum Direktor des Bischöfl. Studienseminars Straubing, der seine ehem. Schüler und Kriegsteilnehmer mit Nachrichten über die Schulkameraden und über die Heimat versorgte. Zu Beginn der Veranstaltung werden auch seltene Fotos aus der Vorkriegs- zeit des Straubinger Seminars gezeigt.

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 1/2008




Donnerstag, 23. Oktober 2008, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums
Der Römerpark auf der Saalburg: Geschichte - Planung - Problematik
Vortrag von Professor Dr. Egon Schallmayer, Landesarchäologe von Hessen, Direktor des Saalburg- museums in Bad Homburg

(hv). Die Saalburg, das einzige teilweise rekonstruierte Grenzkastell im Römischen Reich, feierte 1997 ihren 100. Geburtstag. Die Idee, in den Wäldern des Taunus eine Garnison des obergermanischen Li- mes baulich wiederherzustellen, entstammt der Geisteswelt des im ausgehenden 19. Jahrhundert vor- herrschenden Historismus.

Heute verfolgt die Saalburg zwei sehr unterschiedliche Ziele. Einerseits steht sie als europäisches Mu- seum einer breiten, internationalen Öffentlichkeit zur Verfügung, in dem das Leben in einem römischen Grenzposten und der dazugehörigen Zivilsiedlung anschaulich dargestellt wird. Zum anderen versteht sich das Haus als ein Forschungsinstitut, das Fragen der Grenzen des Imperium Romanum und seines Umfeldes mit Wissenschaftlern ähnlicher Einrichtungen in anderen europäischen Ländern diskutiert.

Das heutige Erscheinungsbild des Saalburg-Kastells, seine Stellung als Museum, als Forschungsinstitut und als Freilichtanlage gilt es zu betrachten. Dabei wird deutlich, dass die Gesamtanlage auf dem Saal- burgpass noch über vielfältiges Forschungspotential verfügt, das bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist.

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 2/2008



Samstag, 18. Oktober 2008, 08.00 Uhr
Museum Kelheim, Wall und Oppidum Alcimoennis
kelten römer museum manching

Archäologische EXKURSION nach Kelheim und Manching/Ingolstadt unter der fachkundigen Führung von Professor Dr. Michael M. Rind, Kreisarchäologe (Kelheim), und Dr. Wolfgang David, Museumsdirek- tor/Manching

(hv). Auf dem Michelberg errichteten die Kelten im 2. Jh. v. Chr. ihr Oppidum Alcimoennis, mit ca. 60 ha Fläche das zweitgrößte Süddeutschlands. In drei Bauphasen schufen sie ein umfangreiches Befe- stigungssystem mit äußerem und innerem Wall zum Schutz der Siedlungen und des hier im Tageabbau gewonnenen Eisenerzes. Das archäologische Museum birgt die wichtigsten Fundstücke aus diesem Oppidum Alcimoennis.

Das keltische Oppidum Manching, gegründet Ende des 4. Jhs. vor Chr., wuchs zuerst als offene Sied- lung. Der erste, über sieben Kilometer lange Ringwall (murus Gallicus) stammt aus dem mittleren 2. Jh. v. Chr., entstanden wohl nach Verwüstungen der Stadt. Die Ausgrabungen seit 1937 machen Man- ching zu einer der am besten erforschten keltischen Städte mit bisher ca. 2 Millionen Fundstücken. Die 380 ha große Innenfläche des Oppidums war in seiner Blütezeit mit 3000 bis 10000 Personen besiedelt, die mit der Gewinnung und Verarbeitung von Eisenerz als Bronzegießer, Glashersteller, Töpfer, Bauern und Händler auch mit der Münzprägung beschäftigt waren. Der Reichtum der Stadt zeigt sich insbeson- dere auch in einem 1999 gefundenen Goldschatz, bestehend aus einem großen Goldklumpen und 483 aus Böhmen stammenden Goldmünzen.

Tagesablauf:
8.00 Uhr: Abfahrt in Straubing (Busbahnhof)
9.00 Uhr: Kelheim. Empfang durch Professor Dr. Michael M. Rind mit Führung durch das archäologische Museum (Schwerpunkt: Kelten); anschließend Fahrt zur Befreiungshalle mit Besichtigung des inneren Walles des Oppidums Alcimoennis; danach Fahrt zum wiedererrichteten Stadttor des Oppidums Alci- moennis (6 Meter hoch, ca. 30 Meter breit)
11.00 Uhr: Abfahrt nach Manching
12.00 Uhr: Mittagessen im Hotel Zaunerhof
14.00 Uhr: Übernahme der Gruppe durch Museumsdirektor Dr. Wolfgang David. Nach einem kurzen Ab- stecher zu der am Weg gelegenen Evangelischen Friedenskirche (erbaut von dem Architekten und Kir- chenbauer Olaf Andreas Gulbransson) geht es zum neuerrichteten "kelten römer museum manching" mit Führung durch Dr. W. David durch die Sammlungen, anschließend Fahrt zum Osttor des Oppidums und zum Donauhafen.
Ende ca. 17.00 Uhr mit Rückfahrt

Verbindliche Anmeldung mit Bezahlung der Reisekosten im voraus ab sofort an der Muse- umskasse. Fahrtkosten incl. Führungen 30.- Euro pro Person. Eine Rückerstattung ist nur bei rechtzeitiger Absage möglich!

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 2/2008



Montag, 22. September 2008, 19.30 Uhr, Bücher Pustet
Buchvorstellung "Der römische Limes in Bayern"

(hv). Bei Bücher Pustet Straubing stellt am 22. September 2008 Professor Dr. Thomas Fischer (Univ. Köln) sein jüngst im Verlag Pustet erschienenes Buch "Der römische Limes in Bayern" vor. Die Vereinsmitglieder sind zu dieser Veranstaltung (19.30 Uhr, Eintritt 5.- Euro) herzlich eingeladen.



Samstag, 20. September 2008
Historischer Verein beim Bürgerfest "Straubing bleibt bunt"...

(hv). Wie im Straubinger Tagblatt zu lesen war, veranstaltet die Stadt am 20. September 2008 von 11 bis 23 Uhr ein Bürgerfest unter dem Motto "STRAUBING BLEIBT BUNT". Die Vorstandschaft des Ver- eins hat sich spontan dazu entschlossen, mit einem Stand auf dem Stadtplatz an der Aktion teilzuneh- men. Dazu brauchen wir engagierte Mitglieder des Vereins, die unseren Stand für gewisse Zeit beset- zen, sei es für eine halbe Stunde oder den halben Tag.

Wir würden gerne unsere Präsenz am Stand mit verschiedenen Aktivitäten verstärken, die mit dem The- ma "bunt" in Verbindung stehen. Wenn Sie dazu eine Idee haben, nehmen wir sie gerne auf.

Anmeldungen und Zusagen werden gerne entgegen genommen unter Tel. 09421/9741-10 (Mo bis Do von 8 bis 12 Uhr/Gäubodenmuseum).



15. September 2008
Neuer Sonderband über Simon Hofer in Kürze erhältlich

(hv). In seiner Sonderband-Reihe besorgt der Verein derzeit unter Band Nr. 4 a/b die Drucklegung der kunsthistorischen Studie von Dr. Otto Schmidt/Landshut mit dem Titel "Der Straubinger Bildhauer Simon Hofer (1683-1749) und sein künstlerisches Umfeld". Die Arbeit erscheint in zwei Teilbän- den.

Der Textband beinhaltet noch ein Verzeichnis der archivalischen Zeugnisse für die Straubinger Bild- hauer für die Zeit von ca. 1700-1850, dem Bildband ist noch ein umfangreicher Anmerkungsteil mit Li- teraturangaben beigegeben.

Die beiden Bände, von mehreren öffentlichen Einrichtungen und Stiftungen gesponsert, werden späte- stens im November im Druck vorliegen. Vorbestellungen werden an der Museumskasse entgegengenommen.



15. September 2008
Neues von der Rückführung der Epitaphien in St. Peter...

(hv). Das Konzept für die Rückführung eines Teils der in den 70er Jahren aus St. Peter ent- fernten Epitaphien in die Basilika ist mit dem Landesamt für Denkmalpflege und mit der Kirchenver- waltung St. Peter abgestimmt. Die Maßnahme, die im Rahmen des EFO finanziell gesichert ist, wird von der Kunsthistorikerin I. Schmidt/Regensburg begleitet. Die Rückführungsmaßnahme verzögert sich et- was, weil die Standfestigkeit des Bodens bzw. der Mauer für die schweren Steine überprüft werden muss.

Auf dem Betreibergelände des Städtischen Bauhofs (Abfahrt Kirchroth/Wallmühle) lagern ca. zehn spätmittelalterliche Rotmarmorepitaphien (zumeist Fragmente), die aus dem Umfeld von St. Peter (ehem. Bauernhof in der Kirchgasse) stammen. Der Verein bemüht sich um eine photographische Doku- mentation sowie um eine konservatorische Lagerung und Unterbringung dieser Denkmäler.



15. September 2008
Photographische Aufnahme der Gruftinschriften
in der Jesuitenkirche geht weiter...


(hv). Wegen verschiedener anderer Arbeiten ist es im Frühjahr nicht mehr gelungen, die Inschriften (Namen) an den Wänden der Gruft in der Jesuitenkirche (ca. 1725-1773) photographisch aufzu- nehmen. Die Reste der Namen und Daten, großenteils schon kaum mehr zu lesen, da sie durch Schwitzwasser und Feuchtigkeit immer mehr abgehen, werden noch im Herbst erfasst. Vereinsmitglied und Photograph Peter Schwarz/Straubing hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Arbeit zu über- nehmen.



15. September 2008
Restaurierung der Karmeliten-Bibliothek abgeschlossen

(hv). Die Restaurierung der Bibliothek des Karmelitenklosters mit ihrer künstlerischen Ausstat- tung (Fresko- und Seccomalereien) aus der Zeit um 1710, die wir immer begleitet haben, konnte nach fast dreijähriger Arbeit abgeschlossen werden. Die Übergabe fand in einem feierlichen Festakt am 6. Juni dieses Jahres in der Aula des Klosters statt.

Derzeit werden die alten Gestelle restauriert und sukzessive mit den alten Büchern bestückt. Nach endgültigem Abschluss der Arbeit wird der Verein für seine Mitglieder auch Führungen zur Geschichte der Bibliothek und zum Bibliotheksprogramm anbieten.



15. September 2008
Neues von der Schutzengelkirche...

(hv). Dank der Bemühungen von Vereinsmitglied Lutz Burgmayer, des Initiators der "Schutzengel- hilfe", sind die Restaurierungsmaßnahmen in der Schutzengelkirche zwischenzeitlich recht weit gediehen. Der Einbau des Chorgestühls im Mönchschor ist fast abgeschlossen. Die jüngst aufgestellte Orgel wird farblich auf das gesamte Ensemble abgestimmt.

Erst jüngst wurden zwei um 1900 datierte Fenster mit Farbverglasung restauriert und hinter der Orgel auf der Empore montiert. Derzeit läuft auch die von der Stadt besorgte Restaurierung des Kloster- gartens mit Wiederherstellung der Gartenanlage, der Fenster, historischen Türen und Fresken.

Im Fundus der Kirche befinden sich noch etliche kleinere religiöse Kunstgegenstände (abgehängte Bilder, Tafeln, Gemälde, Rahmen etc.), die auch noch zurückgeführt werden sollen. So möchten wir weiterhin um wohlwollende monetäre "Schutzengelhilfe" auf das Konto Nr. 415 646 bei der Sparkasse Niederbayern Mitte bitten (BLZ 742 500 00), da eben noch verschiedene kleinere Wünsche zu erfüllen wären...



15. September 2008
Sonderband Nr. 3 des Historischen Vereins erwerben...

(hv). Vor einiger Zeit ist der als Sonderband des Vereins Nr. 3 von der Vorstandschaft herausge- gebene archäologische Sammelband mit dem Titel "Kolloquium. Siedlungsdynamik und Ge- sellschaft" (19 Referate des internationalen Kolloquiums 2006 zur keltischen Besiedlungsgeschichte) im Umfang von 448 Seiten in Hardcover-Bindung erschienen.

Der Band kann zum Mitgliedervorzugspreis von 25,80 Euro (Buchhandelspreis 32,80 Euro) im Gäubo- denmuseum (E-mail: gaeubodenmuseum@straubing.de oder 09421/9741-10) von Montag bis Donners- tag in der Zeit von 8-12 Uhr erworben bzw. bestellt werden.

>>> Werbeflyer Sonderband 3 (download im *.pdf-Format)



15. September 2008
Stiftung St. Peter Straubing gedeiht weiter

(hv). Die von Vereinsmitglied Theodor Seethaler gegründete "Stiftung St. Peter Straubing" war auch 2007 und 2008 wieder denkmalpflegerisch um den Erhalt von St. Peter bemüht, wo andere Maß- nahmen und Hilfen nicht griffen.

Zunächst wurde ein Fenster der Frauenkapelle (Südwand), das herausbrach, den Winter über gesi- chert, bis schließlich die Kunstverglasung durch die Fa. Schwarzmayr (Regensburg) erneuert und die Originalsubstanz des gesamten Fensters in einem langwierigen und aufwendigeren Prozess als ange- nommen gesichert werden konnten.

Die Stiftung und ihre Arbeit verdienen in jedem Fall weitere Unterstützung (z. B. durch Aufstockung des Grundkapitals). Bei Interesse möchte man Kontakt unter Tel. 09421/6842 mit Vereinsmitglied Theodor Seethaler aufnehmen.



15. September 2008
Weitere historische Hinweistafeln im Stadtkern angebracht...

(hv). Auf eigenen Wunsch der Familie Vicari besorgte der Verein eine historische Hinweistafel am "Fleischmann-Haus" in der Fraunhoferstraße, die noch vor dem Volksfest angebracht wurde. An- lässlich der Vorstellung der Spitzweg-Briefmarke im Frühjahr erklärte sich Landtagsabgeordneter Jo- sef Zellmeier bereit, eine neue Hinweistafel an der Spitzweg/Löwen-Apotheke zu überneh- men. Die erneuerte Tafel wird noch im September für die überholte Steintafel an der Löwenapotheke angebracht und der Öffentlichkeit vorgestellt.



Montag, 14. Juli 2008
Ulrich Schmidls Reisebericht in moderner Fassung
Straubinger Heft 2008 erschienen

Straubing. (alf) Unter dem Titel "Reise in die La Plata-Gegend" erschien soeben in lesbarer moderner Fassung die berühmte "Wahrhaftige und liebliche Beschreibung", die der Straubinger Conquistadore Ulrich Schmidl über seine Expedition "in die Indianischen Landschaften und Insuln" der südamerikani- schen La Plata-Region in den Jahren 1534 bis 1554 wohl nach seiner Rückkehr in Straubing verfasst hat.

Bearbeitet und für den Druck besorgt wurde Schmidls Text von dem bekannten Schmidlforscher Dr. Franz Obermeier aus Kiel, der hier erstmals nicht nur einen ungekürzten, sondern auch einen moder- nen, der heutigen Schreibweise und Grammatik angeglichenen und somit lesbaren Text vorgelegt hat. Das Büchlein erschien als Heft Nummer 58 in der von Stadtheimatpfleger Alfons Huber betreuten Reihe der "Straubinger Hefte" des Johannes-Turmair-Gymnasiums.

Der Bearbeiter, der der Ausgabe die bisher kaum herangezogene Stuttgarter Originalhandschrift Ulrich Schmidls zugrunde gelegt hat, bietet einen gut gegliederten, übersichtlichen und verständlichen Text. Der Ausgabe sind auch mehrere hinführende und erläuternde Kapitel wie zum Beispiel zur Geschichte der La Plata-Region, über Schmidls Bericht, der zwischen Chronik und Literatur steht, und die indiani- sche Kultur des La Plata-Raums beigegeben. Ein umfangreiches Glossar, die Vorstellung der beteiligten historischen Gestalten und ein umfangreiches Literaturverzeichnis, ergänzen die hübsche Publikation.

Das Büchlein, das nebst ausgewählten Abbildungen und Stichen 158 Seiten umfasst, ist ab sofort in den Buchhandlungen zum Preis von 14,80 Euro erhältlich. Die Reihe der "Straubinger Hefte" - weitge- hend noch erhältlich - wurde von Oberstudiendirektor Willibald Schmidt als Beilage zum Jahresbericht des Johannes-Turmair-Gymnasiums begründet und erscheint jährlich seit 1952.



Samstag, 14. Juni 2008, kunstgeschichtliche EXKURSION nach Niederaltaich, Hengersberg und Rinchnach im Bayerischen Wald

Wer war der Bildhauer der Niederaltaicher Erneuerung
unter Abt Ioscio Hamberger?

Fachkundige Führung von Studiendirektor Dr. Otto Schmidt/Landshut

Ein besonderer Glücksfall: Als für das größte und reichste Kloster des Kurfürstentums Bayern die Tau- sendjahrfeier vorzubereiten war, stand ihm zwischen 1700 und 1739 ein begnadeter Organisator vor, der die "allfrucht-bringend-festgegründete Wunder-Aich" zu höchstem Flor führte, wie man damals sagte. Nicht nur die Mutterkirche und die Gotteshäuser der Propsteikirchen St. Oswald (bei Grafenau) und Rinchnach wurden von Grund auf erneuert, die vielen inkorporierten Pfarrkirchen, samt ihren Filia- len, hatte man keineswegs vernachlässigt. Als Architekt konnte sich Johann Michael Fischer etablieren, der später bis Ottobeuren und Zwiefalten die süddeutsche Kirchenbaukunst prägte, und als Freskant der alles andere als unbedeutende W. A. Heindl.

Gibt es für die Bildhauerei eine ähnlich dominierende Gestalt? Auf der diesjährigen Sommerexkursion des Historischen Vereins wird er als der Meister der Hengersberger Dolorosa vorgestellt werden. Da- mit handelt es sich mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit um Simon Hofer (1683-1749). Bevor jedoch diese berühmte und umstrittene Skulptur gewürdigt werden soll, muss in der Klosterkirche die nur kri- minalistisch aufzuklärende Zuschreibungsproblematik, aber auch der noch immer unterschätzte Rang der Bildwerke angesprochen werden. Nachmittags erschließt das umfangreiche Ensemble von Rinch- nach unser Verständnis für die Stilhöhen in Hofers Werk. Der Prälatenkunst der Klosterkirche stehen gleichsam Prioratskunst und daneben Bildlösungen für das einfache Volk im Bayerischen Wald gegen- über.

Sollten sich für die Exkursion zu wenige Interessenten für den Einsatz eines Busses anmelden, so wird die Exkursion in jedem Fall mit Privatautos organisiert und durchgeführt. Abfahrt von Straubing mit ei- nem Bus der Firma F. X. Mittermeier am Samstag, 14. Juni 2008, 8.00 Uhr, am Busbahnhof am Hagen, Mittagessen in Rinchnach mit Kaffeepause. Rückkunft ca. 18.00 Uhr.

Fahrtkosten inclusive Führung 25 Euro pro Person - Selbstfahrer nicht möglich! Verbindliche Anmel- dung nur möglich an der Museumskasse durch vorherige Einzahlung des Betrages in Höhe von 25 Euro pro Person. Eine Rückerstattung ist nur bei rechtzeitiger Absage möglich!

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 1/2008




Dienstag, 27. Mai 2008, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums Straubing
Der Römerpark Sorviodurum in Straubing, Niederbayern
Ergebnisse einer multivariaten geophysikalischen Prospektion

Vortrag von PD Dr. Mathias Leopold / Univ.-Prof. Dr. Jörg Völkel, TU München

Im niederbayerischen Straubing befindet sich eines der letzten römischen Kastellanlagen mit zugehöri- gem Vicus Areal in Deutschland, das in unbebauter Lage mitten in einem Stadtgebiet vorliegt. Luftbildbe- funde und erste Grabungen deuten auf umfangreiche römerzeitliche Befunde hin. Im Rahmen eines zu errichtenden Römerparks sollen Lage und Aussehen damaliger Gebäude, Wegenetze, Kastellanlagen u.a. visualisiert und rekonstruiert werden. Im Vorfeld hierzu wurde eine geophysikalische Prospektions- kampagne auf dem ehemaligen Kastellareal und dem südlich gelegenen Vicusareal durchgeführt, um Auskunft über die exakte Lage eventueller Befunde zu erhalten.

Zum Einsatz kamen neben einer Entzerrung und Interpretation der Luftbildbefunde die geophysikalisch basierten Methoden der Magnetometrie, der elektrischen Widerstandsmessung und des Bodenradars. Alle Messareale wurden bezüglich ihrer Lage tachymetrisch vermessen. Erst die Verschneidung der Ergebnisse der diversen Methoden, die jeweils unterschiedliche Potentiale besitzen, führt zu Aussagen, die von Seiten der Geschichtswissenschaften gedeutet und in ein stimmiges Konzept gebracht werden können.

Neben der Entdeckung der alten römischen Zufahrtsstraße können Angaben zur Lage römischer Ge- bäude- und Mauerreste im Vicusareal gemacht werden. Im Areal des ehemaligen Kastells wiederum wurden erstmals die ehemaligen Mannschaftsbaracken (Reiterbaracken) das Stabsgebäude nebst Un- terteilungen sowie weitere Einrichtungen detektiert. Diese Befunde stehen nun für die weiterführende Planung und Konzeption des Römerparks zur Verfügung.

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 1/2008




Dienstag, 15. April 2008, 19.30 Uhr, im Saal der Sparkasse Niederbayern Mitte/Straubing

Die niederbayerischen Landstände in der Frühen Neuzeit
Zusammensetzung, Aufgaben, Tätigkeit

Vortrag von Dr. Thomas Paringer M.A., Historiker/Landshut

Die bayerischen Landstände entstanden im Spätmittelalter als Zusammenschluss der Prälaten, des Adels und der Städte und Märkte. Als Korporation, die die niederen Herrschaftsträger im Land vereinte, stellten die Landstände stets einen bedeutenden politischen Faktor dar. Dadurch traten sie in Konkur- renz zum Herzog bzw. Kurfürsten, gleichzeitig übernahmen sie im Verlauf der Frühen Neuzeit an seiner Seite auch zunehmend größere Aufgaben im Rahmen der öffentlichen Finanz-verwaltung. Als Körper- schaft garantierten sie gar die öffentliche Kreditfähigkeit des Landes, die vor allem seit Kurfürst Max Emanuel durch die übermäßigen Ausgaben für Repräsentation und Militärwesen permanent gefährdet war.

Häufig übersehen wird, dass die niederbayerische Ständeorganisation, die so genannte "Landschaft Unterlands" mit ihrem Hauptsitz im Landshuter Landhaus, auch nach der Wiedervereinigung der bayeri- schen Teilherzogtümer bis zur Auflösung 1808 stets eigenständig geblieben war. Sie stellte damit die einzige staatlich-politische Institution dar, die in der Nachfolge der spätmittelalterlichen Teilherzogtümer die Zuständigkeit für das ganze bayerische Unterland und damit für Niederbayern bewahren konnte.

Der auf jüngste Forschungsergebnisse gestützte Vortrag beleuchtet die Entstehung, den Aufbau und die innere Organisation sowie die Tätigkeitsbereiche der "bayerischen Landschaft Unterlands" und er- läutert dazu ihre Bedeutung insbesondere für die Stadt Straubing, die nicht nur mit ihren Bürgermeistern fest in die land-ständischen Gremien eingebunden war, sondern bis 1808 auch ein ständischer Ver- waltungsmittelpunkt war.

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 1/2008




Mittwoch, 12. März 2008, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums zusammen mit dem Förderverein für Kultur und Forschung Bogen-Oberaltaich

Die Errettung der Jungfrau.
Vollständiger Bericht über einen Exorzismus in Straubing (1663/64)

Vortrag mit Buchvorstellung von OStD a. D. Dr. Harro Raster, Reichsdorf/Kollnburg

Zu Beginn der Sechzigerjahre des 17. Jahrhunderts ist Anna Elisabetha Susanna de la Haye aus Strau- bing nach München gezogen, um in der kurbayerischen Haupt- und Residenzstadt ihr Lebensglück zu suchen. Bald umwirbt sie dort ein Adelsmann aus der Freien Reichsstadt Augsburg, und sie findet ih- rerseits an ihm gefallen. Liebes-zauber?! Ihre Zweisamkeit währt nur kurze Zeit. Beide geraten ins kon- fessionelle Spannungsfeld. Eine rätselhafte Krankheit zwingt die junge Baronesse, nach Straubing zu- rückzukehren. Die sonst so hilfreiche Mutter Gottes auf dem nahen Bogenberg kann für sie wenig tun. Dem Fräulein wird zugeflüstert, sich an den Jesuitenheiligen Franz Xaver zu wenden. Dessen Ordens- brüder in der Straubinger Jesuitenkirche erkennen im Liebhaber aus Augsburg den Teufel und sehen bei der Krankheit der jungen Frau die bösen Geister im Spiel. Es kommt zum spektakulären Exorzismus.

Der Referent und Autor des gleichnamigen Buches, Dr. Harro Raster, war nach dem Studium der Philo- sophie, Geschichte und Literatur im Schuldienst, zuletzt als Leiter des Dominicus-von-Linprun-Gymnasi- ums in Viechtach tätig. Seit der Pensionierung beschäftigt er sich verstärkt mit dem Studium historischer Quellen.


>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 1/2008



06. März 2008
200 Jahre Carl Spitzweg
Das Gäubodenmuseum zeigt dazu vom 07. März bis 01. Juni eine Sonderausstellung

(sr-tagblatt). Am 5. Februar 1808, vor 200 Jahren, wurde der späterhin berühmte Maler Carl Spitzweg in München geboren. Sein Lebensweg führte in auch nach Straubing, wo er nach Abschluss seiner Lehrzeit in der Königlichen-Bayerischen Hofapotheke ab Ende März 1829 als "Apotheker-Subjekt" für sieben Monate in der Straubinger Apotheke zum Löwen arbeitete. Die Wiederkehr seines 200. Geburts- tages nimmt die Stadt Straubing unter Federführung des Stadtarchivs Straubing zum Anlass an Carl Spitzweg mit verschiedenen Veranstaltungen zu erinnern.

So zeigt das Gäubodenmuseum Straubing vom 7. März bis 1. Juni 2008 in seiner losen Reihe "Das be- sondere Stück ..." einige Exponate aus seiner stadtgeschichtlichen Sammlung, die im Zusammenhang zu Carl Spitzweg und seiner Zeit in Straubing stehen. Hauptaugenmerk gilt dabei einer kleinen Bleistift- zeichnung, eine Gewandstudie darstellend, welche der Stadt Straubing bzw. dem Gäubodenmuseum Straubing 1958 anlässlich einer großen Ausstellung im Straubinger Rathaussaal über die Münchner Ma- lerei des 19. Jahrhunderts von Sofie und Anton Drechsler aus Straubing gestiftet wurde. Die Zeichnung stammt aus dem Nachlass von Carl Spitzweg und verweist mit einigen Gefäßen aus der Löwenapothe- ke direkt auf Carl Spitzweg. (...)



Dienstag, 19. Februar 2008, 19.30 Uhr im Saal des Gäubodenmuseums
Jahreshauptversammlung 2008
Die Einladung zur auf den 19. Februar (vorverlegten) Mitgliederversammlung liegt dem Mit- teilungsschreiben 1/2008 mit Tagesordnung bei

(hv). Entgegen einer früheren Ankündigung findet die diesjährige Jahreshauptversammlung vorverlegt bereits am Dienstag, 19. Februar 2008, um 19.30 Uhr im Saal des Gäubodenmuseums statt. Die Ta- gesordnung ist diesem Mitteilungsblatt beigegeben. Die Mitglieder sind herzlich zu dieser Versammlung eingeladen.

Das jeweilige Vereinsprogramm mit den Mitteilungen und den neuesten Nachrichten ist auch im Internet (www.hv-straubing.de) zeitnah und ausführlich veröffentlicht. Der Internetauftritt des Vereins wird von unserem Vereinsmitglied Robert Graf weiterhin ausgebaut und auf dem Laufenden gehalten. Er er- freut sich bei Gästen und Benützern lebendigen Zuspruchs. Der Verein präsentiert sich dort mit seiner Geschichte, Vorstandschaft, seinen Aufgaben und Zielen sowie mit Ansprechpartnern. Literatur zur Geschichte Straubings, Daten zur Stadtgeschichte, die Inhaltsverzeichnisse aller Vereinsberichte (Bd. 1-107/2005) sowie der Sammelblätter (1882/59) von Ed. Wimmer können gleichfalls abgerufen werden. Für Hinweise ist die Redaktion dankbar.

>>> mehr dazu im Mitteilungsblatt 1/2008



11. Februar 2008
Schutzengelkirche: Chorgestühl vor Vollendung
Weiterhin Spenden benötigt...

(hv). Die Restaurierungsmaßnahmen in der Schutzengelkirche sind dank der Bemühungen von Vereinsmitglied Lutz Burgmayer, des Initiators der "Schutzengelhilfe", und durch die Aufstellung einer passenden historischen Orgel im Oktober letzten Jahres weitgehend abgeschlossen. Auch der Einbau des ursprünglichen, fachgerecht restaurierten und ergänzten Chorgestühls im Mönchschor steht kurz vor seiner Vollendung. Somit stehen nur noch in der Sakristei (Sakristeischränke wurden nach 1980 an das Kloster Niederaltaich verkauft!!), in der Gruft und im Klostergarten (Fresken) Restaurie- rungsmaßnahmen an, während der ehemalige Konventbau (Südseite) zwischenzeitlich für das Kom- petenzzentrum vollständig restauriert werden konnte.

Dennoch möchten wir weiterhin um wohlwollende monetäre "Schutzengelhilfe" auf das Konto Nr. 415 646 bei der Sparkasse Niederbayern Mitte bitten (BLZ 742 500 00), da noch verschiedene kleinere Wünsche (abgehängte Bilder, Tafeln, Gemälde, Rahmen etc.) zu erfüllen wären.



11. Februar 2008
Jahresbericht 2006 fertiggestellt
Erstmals mit Hardcover-Einband

(hv). Der Jahresbericht für das Jahr 2006 (Bd. 108) ist abgeschlossen und derzeit im Druck, so dass er zur Jahreshauptversammlung am 19. Februar wohl an die Mitglieder ausgeliefert werden kann. Der Jahresband, der erstmals mit einem Hardcover-Einband ausgestattet sein wird, vereinigt mit einem Umfang von mehr als 470 Seiten Aufsätze zur Archäologie, Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt und des Landkreises.

Um eine fristgemäße Erstellung des nächsten Jahresberichts 2007 (Band 109) zu erreichen, sind die Planungen für dieses Jahrbuch weitgehend bereits abgeschlossen. Mitarbeiter werden gebeten, ihre bereits zugesagten Beiträge bis spätestens 1. Juni 2008 einzureichen. Spätere Eingänge können nicht mehr berücksichtigt werden.



11. Februar 2008
"Kolloquium. Siedlungsdynamik und Gesellschaft" neu erschienen...
Hardcover-Bindung - EIn Überblick zur keltischen Besiedlungsgeschichte

(hv). Soeben ist der als Sonderband des Vereins Nr. 3 von der Vorstandschaft herausgegebene ar- chäologische Sammelband mit dem Titel "Kolloquium. Siedlungsdynamik und Gesellschaft" (19 Referate des internationalen Kolloquiums 2006 zur keltischen Besiedlungsgeschichte) im Umfang von 448 Seiten in Hardcover-Bindung erschienen.

Der Band kann zum Mitgliedervorzugspreis von 25,80 Euro (Buchhandelspreis 32,80 Euro) im Gäu- bodenmuseum ( E-mail: gaeubodenmuseum@straubing.de oder 09421/9741-10) von Montag bis Don- nerstag in der Zeit von 8-12 Uhr erworben bzw. bestellt werden.

PRESSETEXT:

Beiträge des internationalen Kolloquiums zur keltischen Besiedlungsgeschich- te im bayerischen Donauraum, Österreich und der Tschechischen Republik
2. - 4. März 2006 im Gäubodenmuseum Straubing
Herausgegeben von Johannes Prammer, Ruth Sandner, Claudia Tappert


Antike griechische und römische Autoren berichten uns von den Wanderungen der Kelten nach Italien und Südosteuropa bis in die Türkei. Nach archäologischen Quellen gehören Bayern, Böhmen und Öster- reich zu den Regionen, aus denen ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. Menschen abwanderten, um im Süden und Osten neue Siedelmöglichkeiten zu erschließen. Gleichzeitig zogen diese Gebiete aber auch Zu- wanderer aus anderen Bereichen der keltischen Welt an. Mit der Ankunft der Neusiedler setzte im bayerischen Donauraum und den Nachbarregionen eine Entwicklung ein, die schließlich in die schon städtisch geprägte Oppidakultur des 1. Jahrhunderts v. Chr. mündete.

Wie sahen die verschiedenen Siedlungslandschaften vor Beginn der Wanderungen aus? Wie war die Gesellschaft strukturiert und wie funktionierte die Wirtschaft? Wie liefen die keltischen Wanderungen ab und wie veränderten sich Gesellschaftsstrukturen, Besiedlungs- und Wirtschaftsweise? Diese und weitere Fragen sind Themen des Tagungsbandes.

In 19 Beiträgen geben Wissenschaftler aus Deutschland, der Tschechischen Republik, Österreich und Polen einen umfassenden Überblick zum Forschungsstand und stellen ihre neuesten archäologischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zur Entwicklung der prähistorischen keltischen Gesellschaft vor.



11. Februar 2008
Rückführung von Epitaphien in Kirche St. Peter
Konzept genehmigt - Feinplanung in Arbeit

(hv). Im Zuge der Restaurierungsmaßnahme in St. Peter, die im Rahmen des EFO finanziell gesi- chert sind und von der Kunsthistorikerin I. Schmidt/Regensburg begleitet werden, steht nun auch in Ab- stimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege das Konzept für die Rückführung der Epitaphien in die Kirche. Nachdem nun auch die Kirchenverwaltung mit Pfarrer Alzinger diese Rückführung geneh- migt hat, geht es jetzt an die Feinplanung und die Auswahl der ca. 30 Steine, die an den Seitenwänden zur Aufstellung kommen.

Im Zuge der Rückführungsmaßnahmen von Epitaphien in die Kirche St. Peter wurde bekannt, dass auch noch auf einem Betreibergelände des Städtischen Bauhofs (Abfahrt Kirchroth/Wallmühle) ca. zehn spätmittelalterliche Rotmarmorepitaphien lagern, die wahrscheinlich aus dem Umfeld von St. Peter stam- men. Der Verein wird sich alsbald um eine Sicherung und Dokumentation dieser Dokumente kümmern.



11. Februar 2008
Stiftung St. Peter Straubing unterstützt Reparaturen...

(hv). Die von Vereinsmitglied Th. Seethaler gegründete "Stiftung St. Peter Straubing" war auch im Jahr 2007 wieder denkmalpflegerisch um den Erhalt von St. Peter bemüht, wo andere Maßnahmen und Hilfen nicht griffen. Zunächst wurde ein Fenster der Frauenkapelle (Südwand), das herausbrach, den Winter über gesichert, bis schließlich die Kunstverglasung durch die Fa. Schwarzmayr (Regensburg) erneuert und die Originalsubstanz des gesamten Fensters in einem langwierigen und aufwendigeren Prozess als angenommen gesichert werden konnten.

Die Stiftung und ihre Arbeit verdienen in jedem Fall weitere Unterstützung (z. B. durch Aufstockung des Grundkapitals). Bei Interesse möchte man Kontakt unter Tel. 09421/6842 mit Vereinsmitglied Theodor Seethaler aufnehmen.



11. Februar 2008
"Schlüsselübergabe an St. Petrus" harrt der Restaurierung...

(hv). Bekanntlich wurde im Jahre 2006 auf Veranlassung des Vereins zusammen mit dem Denkmalamt und dem Pfarramt St. Peter das Mitte der 70er Jahre aus St. Peter in den Turm von St. Michael verfrach- tete und arg mitgenommene Altargemälde "Schüsselübergabe an St. Petrus" auf eine mögliche Restaurierung untersucht. Die Schadenssumme wurde damals grob auf ca. 15000 Euro geschätzt.

Um ein genaueres Fachgutachten und Kostenangebot für eine Restaurierung wurde damals eine Re- gensburger Restaurierungswerkstätte angegangen, die sich aber bis heute trotz mehrfacher Nachfra- ge nicht mehr gemeldet hat. Sollte aus fachlicher und finanzieller Sicht eine alsbaldige Restaurierung nicht in Frage kommen, so wird man dennoch nach einer vernünftigen Aufbewahrung und Lage- rung des kunstgeschichtlich und künstlerisch sehr wertvollen Gemäldes suchen müssen.



11. Februar 2008
Fotodokumentation in Jesuiten-Gruft beginnt im Frühjahr

(hv). Wegen verschiedener anderer Arbeiten ist es nicht mehr gelungen, im Herbst die Inschriften (Na- men) an den Wänden der Gruft der Jesuitenkirche (ca. 1725-1773) photographisch aufzunehmen. Die verbliebenen Reste der Namen und Daten, verschiedentlich schon kaum mehr ablesbar, da sie durch Schwitzwasser und Feuchtigkeit immer mehr abgehen, sollen im Frühjahr aufgenommen werden. Ver- einsmitglied und Photograph Peter Schwarz hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Arbeit zu übernehmen.