HISTORISCHER VEREIN - ARCHIV 2010
 
Neuigkeiten und Termine
Die Veranstaltungen des Historischen Vereins finden in der Regel im Saal des Gäubodenmuseums Straubing, Fraunhoferstr. 9, oder im Saal der Sparkasse Straubing-Bogen (Eingang Jakobsgasse) statt. Termine und Ankündigungen sind auch der Tagespresse (Straubinger Tagblatt) und dem halb- jährlich erscheinenden, per Post an die Mitglieder zugestellten Mitteilungsblatt des Vereins zu ent- nehmen...
WER, WO, WANN, WAS??? - ARCHIV DES HISTORISCHEN VEREINS

                                                           2010


November 2010, im Saal des Gäubodenmuseums:
Ulrich Schmidl
Vortrag anlässlich des 500. Geburtages des Straubinger Patriziersohns von Univ.-Professor Dr. Thun/Kiel

(hv). Datum und genaues Thema bitten wir der Tagespresse zu entnehmen.



Donnerstag, 21. Oktober 2010, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums:
Archäologie vor den Toren der Stadt Straubing:
Aufsehen erregende Neufunde der Kreisarchäologie Straubing-Bogen

Vortrag von Dr. Ludwig Husty, Archäologe des Landkreises Straubing-Bogen

(hv). Aus den zahlreichen archäologischen Ausgrabungen der letzten Jahre im Landkreis Straubing-Bogen ragen zwei Projekte besonders heraus. Einmal das seit Sommer 2007 in mehreren Kampagnen ergrabene große Grabenwerk der Münchshöfener Kultur in der Nähe von Riedling bei Oberschneiding, welches das größte und bedeutendste Erdwerk der 2. Hälfte des 5. vorchristlichen Jahrtausends in Süddeutschland darstellt.

Das andere ist ein bis letztes Jahr unbekanntes großes spätbronze- bis hallstattzeitliches Gräberfeld nahe Grafentraubach im mittleren Labertal. Unter den zahlreichen qualitätvollen Funden besticht ein aufwendig ausgestattetes Kammergrab eines Dorfadeligen, dem neben zahlreichen Gefäßen ein Bronzeschwert mit ins Grab gegeben wurde.



Dienstag, 28. September 2010, 18.30 Uhr, im Gäubodenmuseum:
Präsentation zum Thema: Ulrich Schmidl – Leben und Werk

Im Anschluss um 19.30 Uhr im Saal des Gäubodenmuseums:
Ulrich Schmidls Reisebuch über die La Plata-Region und seine Bedeutung
Referat von Bibliotheksrat Dr. Franz Obermeier/Kiel

(hv). Wie kam es dazu, dass ein Straubinger in der Mitte des 16. Jahrhunderts einen Bericht über seinen langjährigen Aufenthalt im La-Plata-Gebiet schrieb und damit eine historische Quelle ersten Ranges über eine damals erst langsam von den Spaniern eroberte Gegend in Südamerika? Sein erstmals 1567 wohl ohne sein Wissen publizierter Bericht, entstanden als Manuskript um 1554, ist einer der frühen Augenzeugenberichte über die Conquista, die Eroberung des Territoriums für die spanische Herrschaft, und als eines der wenigen Dokumente der Zeit nicht aus der Perspektive der spanischen Eroberer geschrieben.

Schmidls Buch ist zwar in weiten Teilen ein unpersönliches historisches Manual, er bringt auch keine prinzipiellen kolonialkritischen oder indianerfreundlichen Bemerkungen, ist aber dennoch für einen Autor der Zeit durchaus kritisch gegenüber ungerechtfertigten Auswüchsen der Conquista eingestellt und liefert uns als einer der wenigen Autoren ein farbiges Bild des entbehrungsreichen Lebens in den Kolonien. Sein Buch wurde auch durch zahlreiche Neuauflagen und Übersetzungen eines der verbreitetsten Werke über die frühe Entdeckungszeit. Der Vortrag versucht, die bleibende Bedeutung des Werks zur Zeit seiner Abfassung und für heute darzulegen.



Sonntag, 12. September 2010:
Tag des offenen Denkmals 2010:
"Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr"


(Deutsche Stiftung Denkmalschutz). Veränderungen durch neue Einflüsse von außen prägen die Entwicklung unserer Kultur, das lässt sich auch an historischen Bauwerken erkennen. Wanderhandwerker und fremde Baumeister verbreiteten neues architektonisches Know-how in ganz Europa. Dadurch entstanden neue Stilformen, deren Ideen sich rasch überregional durchsetzten wie etwa die Gotik im Mittelalter oder die Renaissance und der Barock in der Neuzeit. Durch Händler wurden Waren und Materialien über weite Strecken ausgetauscht. Die oft nur lückenhaft ausgebauten Handelsrouten und schlechten Verkehrsmittel begrenzten aber zugleich auch die neuen Möglichkeiten, so dass - bleiben wir im Mittelalter - die gotischen Kathedralen und Repräsentationsbauten dort aus Backstein errichtet wurden, wo Naturstein nicht in ausreichender Menge zu Verfügung stand.

Denkmale des Reisens, Handels und Verkehrs
Das Erweitern und Erneuen des Straßennetzes, der Bau von Eisenbahnstrecken und Schifffahrtskanälen und den entsprechenden neuen Verkehrsmitteln seit Mitte des 18. Jahrhunderts ermöglichte einen deutlich größeren Warenaustausch. Diese bessere Versorgung mit Rohstoffen und Handelswaren begünstigte die Verstädterung, die sich seit dieser Zeit beobachten lässt. Das schnelle Wachsen der Städte hat aber noch einen weiteren Grund, der auf die neuen Verkehrsnetze zurückzuführen ist: Die vergleichsweise preiswerte Nutzung dieser Transportwege für breite Bevölkerungsschichten ermöglichte auch die Migration großer Gruppen von armen Landregionen in die schnell wachsenden Städte mit ihren Fabriken und den vermeintlich besseren Lebensbedingungen. Andere führten diese Wege - vor allem die Eisenbahn und die Schifffahrt des 19. Jahrhunderts sind hier zu nennen - in die großen Auswandererhäfen an der Nordsee oder nach Osten. (...)

>>> Das Veranstaltungsprogramm zum Tag des offenen Denkmals in der Stadt Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen erfahren Sie zu gegebener Zeit in der Tagespresse und nachstehend hier.

Straubing. (regio-aktuell24) Dem Geheimnis des Glaubens ergeben pilgerten über viele Jahrhunderte hinweg die Gläubigen nach Sossau - einem kleinen Ort vor den Toren Straubings. Heute ist es um die Marienwallfahrtskirche - dem "Bayerischen Loreto" - etwas ruhiger geworden. Zum "Tag des offenen Denkmals" am 12. September wird die Tradition des Wallfahrens und die ältestes Wallfahrtsstätte der Diözese Regensburg in den Mittelpunkt gestellt.

Seinen Ursprung hat der "Tag des offenen Denkmals" in Frankreich. Erstmals 1984 veranstaltet, war die Aktion dort auf Anhieb ein großer Erfolg, der rasch auch andere europäische Länder mitriss. In Deutschland wurde dieser Tag erstmals 1993 bundesweit durchgeführt. Seit 1999 wird diese Veranstaltung jährlich unter ein anderes Motto gestellt und auch in der Stadt Straubing hat sich diese Aktion seit langem etabliert. "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" lautet das Motto in diesem Jahr, welches die Verantwortlichen in der Gäubodenstadt in Richtung "Pilgern" führte.

"Bei uns bietet sich die Marienwallfahrtskirche von Sossau mit ihrer langen Wallfahrtstradition an", erklärte dazu Petra Neuberger vom Amt für Tourismus bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Sowohl die Kirche und ihr Umfeld, als auch die Geschichte der Wallfahrt würden jede Menge Interessantes für den Besucher bieten. Die Untere Denkmalschutzbehörde, vertreten durch den Leiter Erwin Hahn, sowie Stadtheimatpfleger Alfons Huber und die Mitarbeiter des Amtes für Tourismus haben dazu ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Unter kompetenter Leitung können die Gäste die Marienwallfahrtskirche von Sossau und einen alten Pilgerweg dorthin kennen lernen, denn nach den Worten Hahns stehe die Wallfahrt im Mittelpunkt des Tages, wenngleich die kunstgeschichtlichen Aspekte der Sossauer Kirche nicht geringer interessant seien.

Alfons Huber verwies darauf, dass das "wunderthetige Gnadenbild von Sossau" als älteste Wallfahrtsstätte der Diözese Regensburg zähle. 1877 wurde das 700-jährige Jubelfest begangen. Mit der Wallfahrt würde sich aber nicht nur die Verehrung des Gnadenbildes verbinden, sondern auch eine Legende, die jener von der Übertragung des Hauses von Nazareth nach Loreto ähnlich sei, weswegen man die Wallfahrtskirche von Sossau auch das "Bayerische Loreto" bezeichnet. Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe am "Tag des offenen Denkmals" am 12. September um 9.30 Uhr durch Oberbürgermeister Markus Pannermayr direkt an der Wallfahrtskirche. Jeweils um 10, 11, 14 und 15 Uhr finden Führungen, die zwischen 45 Minuten und einer Stunde dauern werden. Um 10 Uhr startet bei der Nepomukstatue an der Schlussbrücke eine Pilgerwandung nach Sossau. Als "Schmankerl" bezeichnet Erwin Hahn ein für 12 Uhr angesetztes Orgelkonzert in der Wallfahrtskirche.



Donnerstag. 15. Juli 2010, 19.30 Uhr
150 Jahre „Straubinger Tagblatt“
Führung von wiss. Mitarbeiter Dr. Stefan Maier, Gäubodenmuseum, durch die Sonderausstellung im Gäubodenmuseum


(hv). Am 1. Okt. 1860 erschien das erste Straubinger Tagblatt, und damit genau vor 150 Jahren. Gegründet noch während der Monarchie des vorletzten Jahrhunderts, damals königstreu, aber auch liberal, überstand es im letzten Jahrhundert zwei Weltkriege und die NS-Diktatur, die das Verlagshaus hart bedrängte. Heute stellt das erweiterte Zeitungsunternehmen mit seinen rund 550 Mitarbeitern für Stadt und Landkreis ein bedeutendes Wirtschafts- und Medienunternehmen dar, das mit seinen 15 Lokalausgaben etwa 360 000 Leser erreicht. Im Jubiläumsjahr veranstaltet der Verlag zahlreiche Aktionen und Festlichkeiten. Zum Jubiläum erscheint auch eine umfangreiche Festschrift. Das Gäubodenmuseum richtet eine Ausstellung zur Geschichte von Verlag und Verlagsgebäuden aus.

Die Interessenten treffen sich um 19.30 Uhr im Foyer des Gäubodenmuseums zur Führung durch die Ausstellung.



Samstag, 19. Juni 2010, 7.30 Uhr, Busbahnhof am Hagen - Anmeldung erforderlich!
Rokoko im Erdinger Land
Kunsthistorische Exkursion unter Leitung von StD a.D. Dr. Otto Schmidt/Landshut

(hv). Eine Tagesfahrt zum Kennenlernen der Kunstwerke im Landkreis Erding kann nicht einmal beanspruchen, eine erste Kostprobe zu geben. Im 18. Jahrhundert gehörte dieses Rentamt noch zu Niederbayern; es war das größte und reichste des Kurfürstentums. Zwischen 1660 und 1750 hatten geschickte Baumeister (Vater und Sohn Kogler, J. B. Lethner) dort ungewöhnlich viele Pfarr- und Filialkirchen neu errichtet, doch fehlte den großzügigen Räumen zumeist eine angemessene Innenausstattung. Erst mit der Niederlassung von Christian Jorhan in Landshut änderte sich die Sachlage von Grund auf. Unter seiner Führung bildete sich bald eine enge Zusammenarbeit mit dem Altarschreiner M. Fackler und den nicht weniger versierten Fassmalern Vater und Sohn Zellner heraus. Es kam zu einer geradezu explosiven Ausstattungsinvasion, die allerdings mit dem Sparmandat von 1770 abrupt endete.

Vormittags sollen die Kirchen von Langenpreising (an der Schwelle zu Jorhans Spätwerk) und Reichenkirchen (Jorhans erste Gesamtausstattung) besucht werden. Dazwischen als Höhepunkt die Wallfahrtskirche Maria Thalheim. Auf die Mittagspause in Erding und einen Abstecher nach Altenerding folgt die nur wenige Kilometer auseinander liegende berühmte Rokokotrias, die längst zu einem festen Begriff in der bayerischen Kunstgeschichte geworden ist: Oppolding – Eschlbach – Hörgersdorf.

Abfahrt mit einem Bus der Firma F. X. Mittermeier, Samstag, 19. Juni 2010, um 7.30 Uhr, am Busbahnhof am Hagen. Rückkunft ca. 18.30 Uhr. Fahrtkosten incl. Eintritt und Führung 25.- Euro pro Person. Selbstfahrer zum gleichen Preis!

Verbindliche baldige Anmeldung mit vorheriger Einzahlung des Unkostenbeitrags an der Kasse des Gäubodenmuseums, Fraunhoferstr. 9, Tel. 09421/9741-10.



Donnerstag, 29. April 2010, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums:
Der römische Alpenfeldzug des Jahres 15 v. Chr.
Neue archäologische Forschungen

Vortrag von Dr. Werner Zanier, Archäologe, Kommission zur vergleichenden Archäologie römischer Alpen- und Donauländer der Bayer. Akademie der Wissenschaften, München

(hv). Im Sommer des Jahres 15 v. Chr. haben Tiberius und Drusus, die beiden Stiefsöhne des Kaisers Augustus, die mittleren Alpen sowie das süddeutsche Alpenvorland erobert. Dieser in den Geschichtsbüchern immer wieder genannte Alpenfeldzug markiert den Beginn der über 400 Jahre dauernden römischen Herrschaft nördlich der Alpen. Obwohl dieser Feldzug in den schriftlichen Quellen als blutig und grausam beschrieben wird, fehlten lange Zeit jegliche Spuren davon. Seit einigen Jahren kennt man aus Oberammergau und aus Graubünden in der Schweiz die ersten archäologischen Hinterlassenschaften, die sich mit den Kriegsereignissen des Jahres 15 v. Chr. verbinden lassen.



Mittwoch, 24. März 2010, 19.30 Uhr, Saal des Gäubodenmuseums:

Das Lebende Kreuz in Landasberg
Vortrag von Dr. Wolfgang Vogl, Dozent für Kunstgeschichte und Alte und Mittlere Kirchengeschichte am Studium Rudolphinum Regensburg, Konnersreuth

(hv). Die sich in Privatbesitz befindende Kirche St. Johannes der Täufer zu Landasberg/Haselbach (Landkreis Straubing-Bogen) birgt mit dem in der Kunstgeschichte seltenen Bildmotiv des Lebenden Kreuzes ein Wandgemälde von besonderer ikonographischer Bedeutung. Nachdem man die spätgotischen Malereien in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt hatte, wurden sie im Jahre 2000 restauriert. Die Entdeckung der Malereien und ihre Datierung in die Zeit von 1400-1420 führen uns an den Beginn der bisher im bayerisch-österreichischen Raum bekannten Lebenden Kreuze. Im Landasberger Lebenden Kreuz erscheint bereits nach 1400 eine besonders reiche ikonographische Komplexität des Bildthemas. Bei der Hereinnahme des Bildmotivs der Paradiesbäume mit der Präsentation ihrer Früchte durch Eva und Maria in die immer komplexer werdende Ikonographie des Lebenden Kreuzes dürfte Landasberg zusammen mit einer zeitgleichen westfälischen Tafel eine Vorreiterrolle zukommen.

Durch das Landasberger Lebende Kreuz wird der Blick in eine Kulturlandschaft geöffnet, die besonders durch die spätmittelalterliche Frömmigkeit mit ihrem spezifischen Eucharistieverständnis, aber auch durch Judenpogrome und Berichte über Hostienschändungen geprägt war. Warum die Edelherren von Landasberg auf das Bildmotiv des Lebenden Kreuzes aufmerksam geworden waren, lässt sich zwar nicht mehr feststellen, aber die Ereignisse um die Judenpogrome in Niederbayern und die Entstehung der Deggendorfer Hostienwallfahrt Ende des 14. Jahrhunderts können als beeinflussende Faktoren herangezogen werden. Schließlich zeigen die Wandmalereien von Landasberg, wie sehr nach 1400 der international Weiche Stil von nahezu allen damaligen Gesellschaftsgruppen rezipiert worden ist und auch in abgelegene Kirchen vorzudringen vermochte.



Dienstag, 23. Februar 2010, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums

Jahreshauptversammlung 2010

(hv). Die Einladung zur Mitgliederhauptversammlung (mit Tagesordnung) liegt dem Mitteilungsschreiben bei.



Dienstag, 26. Januar 2010, 19.30 Uhr, Saal des Gäubodenmuseums:
Josef Eberl – Spuren eines Künstlers im Straubinger Stadtbild
Vortrag von Kunsthistorikerin Dr. Myriam Wagner, Diözesanmuseum Freising


(hv). 2009 jährte sich der Todestag des Straubinger Künstlers Josef Eberl zum zwanzigsten Mal. Seine Sgraffiti, Wandbilder und Mosaiken sind längst fester Bestandteil des Stadtbildes – doch die Gestalt ihres publicityscheuen Schöpfers ist weitgehend aus dem Bewusstsein verschwunden. Die Aufmerksamkeit der Forschung hat er bislang nicht gefunden.

Der Vortrag nimmt die Besucher mit auf einen Spaziergang durch das Straubing Josef Eberls von den 1950er bis zu den 1980er Jahren. Er zeigt an ausgewählten Beispielen, wie der Sohn eines Straubinger Kirchenmalers und Vergoldermeisters es verstand, akademische Ausbildung und handwerkliches Geschick in seinem Schaffen zu verbinden. So gelang es ihm, Identifikationsbilder für die Orte zu schaffen, an denen sie sich noch heute befinden, etwa an der Fraunhofer-Berufsschule. Viele Sgraffiti zu historischen Themen erinnern an berühmte Söhne und Töchter der Stadt und machen darüber hinaus die Straubinger Vergangenheit erfahrbar. Mit fest verwurzelten Bäumen und schwebenden Vögeln holt der Künstler auch die Natur in den urbanen Raum – kleine Oasen im Alltag, in denen er es gleichwohl versteht, moderne, zeitgemäße Formen einzubringen, manchmal in der Stilisierung von Details oder der Gestaltung des Hintergrundes fast einzuschmuggeln. Im Landratsamt gehört Kunst am Bau von Josef Eberl heute noch ebenso zum Erscheinungsbild wie im Altenheim St. Nikola. Der Vortrag möchte auch dazu anregen, nicht nur selbstverständlich mit diesen Bildern zu leben, sondern sich auch ihrer Qualität wieder neu bewusst zu werden.