HISTORISCHER VEREIN - ARCHIV 2012
 
Neuigkeiten und Termine
Die Veranstaltungen des Historischen Vereins finden in der Regel im Saal des Gäubodenmuseums Straubing, Fraunhoferstr. 23, oder im Saal der Sparkasse Straubing-Bogen (Eingang Jakobsgasse) statt. Termine und Ankündigungen sind auch der Tagespresse (Straubinger Tagblatt) und dem halb- jährlich erscheinenden, per Post an die Mitglieder zugestellten Mitteilungsblatt des Vereins zu ent- nehmen...
WER, WO, WANN, WAS??? ARCHIV DES HISTORISCHEN VEREINS

                                                           2012


Mittwoch, 29. Februar 2012, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums:
Jahreshauptversammlung mit Wahlen

Straubing. (hv) Die Einladung zur Mitgliederhauptversammlung mit Neuwahlen (mit Tagesordnung) liegt dem Mitteilungsschreiben 1/2012 bei.



01. März 2012
Schutzengelkirche braucht Fassadenrestaurierung...

Straubing. (hv) Zwischenzeitlich ist an der Schutzengelkirche eine Fassadenrestaurierung nötig geworden, die der Denkmalpflege wegen des maroden Untergrundes manche Schwierigkeiten bereitet. Erstmals wurde im Oktober vergangenen Jahres eine „Lange Nacht“ mit einer Lichtinstallation durchgeführt, die auf die zahlreichen Besucher eine besondere Faszination ausübte. Damit die von Vereinsmitglied L. Burgmayer geführte Schutzengelhilfe zugunsten der Schutzengelkirche (ehem. Franziskanerkirche) auch weitergeführt werden kann, möchten wir auch fürderhin um wohlwollende monetäre „Schutzengelhilfe“ auf das Konto Nr. 415646 bei der Sparkasse Niederbayern Mitte (BLZ 74250000) bitten, zumal eben auch die benachbarte Krönungskapelle unsere Hilfe nötig hat.



01. März 2012
Neue Hinweistafeln für Häuser und Denkmäler...

Straubing. (hv) Die frühere Aktion, an geschichtsträchtigen Häusern bzw. Denkmälern eine Hinweistafel mit erläuterndem Text anzubringen, wird fortgesetzt. Tafeltexte sind in Vorbereitung für das Kompetenzzentrum (ehem. Franziskanerkloster), die mittelalterliche Fleischbank, Weinhaus Klarl, Geburtshaus von U. Schmidl und Atelier des Malers Koch (Fischerhaus Deixlberger). Zusammen mit dem Kulturamt (J. Burgmayer) soll manche Tafel auch sonst ergänzt und erneuert werden...



01. März 2012
Epitaphien aus St. Peter...

Straubing. (hv) Die auf das Gelände der Stadtgärtnerei verbrachten spätmittelalterlichen Epitaphien (weitgehend Fragmente) sind mittlerweile photographisch erfasst und werden derzeit von dem Studenten und Vereinsmitglied O. Reuß für eine Publikation im Jahresbericht vorbereitet. Der Bearbeiter erklärte sich auch bereit, bislang unbekannte Steine im Turm von St. Jakob, im Bereich von St. Peter und weitere Einzelstücke zu bearbeiten.



01. März 2012
Innernrestaurierung der Stiftskirche hat begonnen...

Straubing. (hv) Im Herbst letzten Jahres konnte endlich nach sehr gewissenhaft durchgeführten Befunduntersuchungen mit der Innenrestaurierung der Stiftskirche begonnen werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme, die von der Restauratoren-Arbeitsgemeinschaft M. Bengler und P. Turck in engster Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege unter der Leitung des Architekten M. Nadler (Landshut) durchgeführt wird, belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Ohne gravierende Veränderungen vornehmen zu wollen, möchte man das erklärte Ziel der Restaurierung von 1963/67 aufnehmen, nämlich „Überflüssiges zu beseitigen und dem Raum damit eine weitgehende Beruhigung zu geben“.



01. März 2012
Restaurierung des hist. Weinstadels in der Rosengasse...

Straubing. (hv) Da in absehbarer Zeit eine Restaurierung des historischen städtischen Weinstadels mit seinem gewaltigen Dachstuhl in der Rosengasse, wozu rund 600 Kubikmeter Holz verbaut wurden, ansteht, wurde dem Verein von Unternehmer Th. Gerl und Architekt F. Bast eine dendrochonologische Untersuchung des Holzwerks zugesichert, die nun im Frühsommer 2012 durchgeführt werden soll. Es wird interessant werden, inwieweit das Ergebnis mit der am Wappenstein des Gebäudes angebrachten Jahreszahl 1589 übereinstimmt.



01. März 2012
Neues von der Schloßkapelle St. Sigismund...

Straubing. (hv) Nachdem zwischenzeitlich die Schlosskapelle einen erneuerten Dachreiter und Glockenstuhl bekommen hat, steht die Restaurierung des Innenraums unter der Leitung des Landbauamts Passau an. Mit dem Landesamt für Denkmalpflege konnte eine Sicherung bzw. Restaurierung der wertvollen Gemälde erzielt werden. Sie verbleiben in der Kapelle, auch das derzeit ausgelagerte Gestühl wird nach der Restaurierung zurückkehren.



01. März 2012
Stiftung St. Peter: Liebfrauenkapelle bleibt Schwerpunkt...

Straubing. (hv) Die von Vereinsmitglied Th. Seethaler gegründete „Stiftung St. Peter Straubing“ hat sich auch 2011 für die Restaurierung der Liebfrauenkapelle (“Heil der Kranken“) engagiert. Die Ausschreibungen für die Dachsanierung, der Arbeiten am Außenputz, die Restaurierung der Raumschale, des Altar-Antependiums und des Gestühls sowie die Projektierung der Altarrestaurierung sind durch die Kunsthistorikerin I. Schmidt im Auftrag der Stiftung veranlasst worden. Die Honorare für all diese Projektierungsarbeiten werden erfreulicherweise von der Stiftung getragen. Diese Stiftung und ihre Arbeit verdienen in jedem Fall weitere Unterstützung. Bei Interesse möchte man Kontakt über Tel. 09421/6842 mit Vereinsmitglied Th. Seethaler aufnehmen.


01. März 2012
Krippen-Karls bleiben aktiv...

Straubing. (hv) Das Ehepaar Elisabeth und Franz Karl setzte seine Tätigkeit als Restauratoren und Krippenbauer mit mehreren Aktivitäten fort: Abschlussarbeiten an den Resten der ältesten Straubinger Hauskrippe (Ziselsperger Krippe), desgleichen Restaurierung und Ergänzung am Stallgebäude aus dem 19. Jahrhundert (Karmelitenkirche). In Alburg plante und fertigte das Ehepaar den Ölberg in der Lourdes-Grotte. Neben der Stellung verschiedener Krippenszenen in den beiden Kirchen besorgte das Ehepaar auch die weitere Ausgestaltung der Jahreskrippe in Alburg.



Donnerstag, 15. März 2012, 19.30 Uhr im Citydom Straubing:
Eishockey in Straubing – Geschichte und Geschichten
Vortrag mit Vorführung historischer Filme von Peter Schnettler, EHC Straubing


Straubing. (hv) Straubing und Eishockey – das war Liebe auf den ersten Blick. Kein anderer Sport, keine andere Sportart konnte die Stadt und die ganze Region in den vergangenen 65 Jahren so in ihren Bann ziehen wie das schnellste Mannschaftsspiel der Welt. Peter Schnettler, der mit der Geschichte des Eishockeysports in Straubing besonders vertraut ist, blickt in seinem Vortrag zurück auf viele Höhepunkte, auf denkwürdige Partien und unvergessene Spieler in der Straubinger Eishockey-Geschichte. Diese Veranstaltung findet im Kino-Citydom/Straubing statt und beginnt um 19.30 Uhr. Einlass ist ab 19.00 Uhr. Es ist zu bedenken, dass die Besucherzahl auf maximal 200 Personen begrenzt ist. Der Eintritt ist frei, eine Gabe für die aufgestellte Spendenbox ist erwünscht.



Donnerstag, 19. April 2012, 19.30 Uhr, im Vortragssaal des Schulungs- und Ausstellungs- zentrums für Nachwachsende Rohstoffe (Schulgasse 18):
Vorstufe eines Kompetenzzentrums für „Nachwachsende Rohstoffe“ in Strau- bing? Der Industriepionier F. Fikentscher und seine Runkelrübenfabrik 1838 auf Gut Puchhof bei Straubing
Vortrag von Helmut Erwert, Studiendirektor a.D. / Bogen

Straubing. (hv) In einem umfassenden Buch mit dem Titel „Niederbayerische Erfolgsgeschichten“ hat der Referent die schwierige Entwicklung vom Handwerk zur Industrie in unserem Raume Straubing-Bogen erforscht, in einem Vortrag will er nun aufzeigen, wie sich die Stadt Straubing sowie das Gäu und seine Bauern über viele Jahrzehnte den regierungsamtlichen fortschrittlichen Anstößen zu moderner Technisierung und Industrialisierung verweigerten. In diesem Zusammenhang darf man es eine Sensation nennen, dass bereits 1838, also vor 174 Jahren, im Umfeld der Stadt Straubing, ein früher Industriepionier es unternahm, aus dem nachwachsenden Agrarrohstoff „Runkelrübe“ den begehrten, damals als Mangelware gehandelten Zucker in einer Zuckerfabrik auf dem Puchhof industriell herzustellen.

Diese frühe Fabrikgründung hat Hunderte von Landbewohnern in Arbeit und Brot gebracht, sozial gesehen, den ersten nichtagrarischen Arbeiterstand geschaffen. Der Unternehmer Fikentscher und seine Leistung wirken bis in unsere Zeit hinein. Obwohl es später Plattling gelang, nicht Straubing, wie vorgeschlagen, eine Zuckerfabrik zu errichten, hat doch der frühe Anbau und die frühe Nutzung der Zuckerrübe in der Gegend Puchhof angestoßen, dass der Landkreis Straubing-Bogen heute zum stärksten Zuckerrübenanbaugebiet in Bayern zählt. Der Referent möchte diese bedeutende Unternehmerleistung in einer ausführlichen Darstellung herausstellen.

Heute, im Zeitalter der Globalisierung, hat sich der Wind gegenüber früher um 180 Grad gedreht. Geteerte Verbindungsstraßen, Stromleitungen, Fotovoltaikfelder, ausgedehnte Flächen von Gewerbe- und Industriegebieten verwandeln überall den agrarischen Charakter unserer Landschaft. Eine neue Generation von Energiegewinnungsstrategien hat der Stadt Straubing ein Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe beschert, die industriell verwandelt und verwertet werden. Aus dieser Perspektive wagt der Referent die These, dass die frühe Zuckerfabrik auf Straubinger Boden als ein Vorstadium des „Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe“ in Straubing angesehen werden kann. Im Rückblick erweise sich in historischer Tiefendimension die Ansiedlung des heutigen Zentrums zur industriellen Verwertung heimischer Agrarrohstoffe in Straubing als keineswegs beliebige, zufällige Standortentscheidung.



Freitag, 04. Mai 2012, 19.30 Uhr, im Saal der Hotelgaststätte Gäubodenhof (Theresienplatz):
Von Rehragout und …? Anmerkungen zur Volksfestmusik
Vortrag von Franz Schötz M.A., Bayerischer Landesverein für Heimatpflege, Volksmusikstelle für Niederbayern und Oberpfalz (Steinach) im Rahmen von „Straubing schlaflos“

Straubing. (hv) Während vor allem Militärkapellen bis nach 1900 die Musik am Straubinger Volksfest prägten, traten zivile Kapellen erst nach 1910 vermehrt in Erscheinung. Orientiert an der Tradition bayerisch-böhmischen Repertoires, ergänzt um aktuelle Schlager, blieben sie bis in die 1970er, 1980er Jahre bestimmend. Doch zeigt sich ab Mitte der 1970er Jahre eine Entwicklung hin zu Show-Bands, welche am Abend die Bierzelt bespielen, während des Tags die gängige Blasmusik zum Einsatz kommt.



Mittwoch, 23. Mai 2012
Ein Gruß von den Römern in Sorviodurum:
"Nicht nur eine Abteilung, sondern die ganze Römerabteilung ist nun abgeschlossen"

Straubing. (sr-tagblatt) Die Sonne strahlte, aber noch mehr das Gesicht von Museumsleiter Dr. Johannes Prammer, als er mit Oberbürgermeister Markus Pannermayr am Mittwochabend die vierte Abteilung der Römeraustellung eröffnete, die sich mit den Themen Totenkult, Landwirtschaft, Spätantike und Germanen beschäftigt. Rund 200 Ehrengäste nutzten die Gelegenheit, nicht nur den neuen Ausstellungsraum zu besuchen, sondern die komplette rund 500 Quadratmeter große Römerabteilung. Der OB betonte, dass "nicht nur eine Abteilung, sondern die ganze Römerabteilung nun abgeschlossen" ist.

Der größte Schatz der Römerabteilung ist auch wirklich einer. Die Paraderüstungen von Reitern, die 1950 bei Grabungsarbeiten in Alburg gefunden wurden, bilden als weltweit einzigartiger Fund den Anfang der Römerausstellung. Daran schließt sich das Thema Militärwesen an, gefolgt von einem nachempfundenen Lagerdorf, das zum Thema Religion der Römer führt und nun bei Totenkult, Landwirtschaft, Spätantike und Germanen endet. Die ersten Abteilungen unterstützen die Ausstellungstücke architektonisch, als nachgebauter Innenhof eines Armeehauses oder als Lagerstraße, erklärte Prammer. Die neueste Abteilung dagegen setzt auf geschickt platzierte Fotos auf Leinwänden. Manfred Bernhard hat dafür passende Landschaften des Gäubodens abgelichtet und störende neumodische Dinge, wie zum Beispiel Überlandleitungen, ausretuschiert: "Gäuboden pur."

Zum 50jährigen Fundjubiläum im Jahr 2000 wurde die Präsentation des Römerschatzes im Gäubodenmuseum überarbeitet und neu konzipiert. 12 Jahre später ist diese nun endlich abgeschlossen. Entlang dieser Ausfallstraße des römischen Sorviodurum in den Gäuboden sind, wie üblich im gesamten Römischen Reich, die Gräber aufgestellt, die verschiedene gefundene Grabbeigaben von Römern und Germanen zeigen. Die Ausstellung zeigt Funde, die bei Grabungen im Bereich der römischen Friedhöfe und germanischen Gräberfelder sowie der römischen Gutshöfe im Stadtgebiet und im Landkreis entdeckt wurden, erklärt der Museumsleiter. "Vieles ist zum ersten Mal zu sehen und wurde auch noch bei keiner Sonderausstellung präsentiert", betont er. Mit Schätzen aus dem Archiv, wie zum Beispiel dem Modell der römischen Villa, bei der der Römerschatz gefunden wurde, oder dem Münzschatz aus Kirchmatting, wurde die Abteilung noch ergänzt.

OB Pannermayr griff gerne die Überschrift eines Tagblattartikels auf, der die Bedeutung der Römerabteilung symbolisch mit der Wertigkeit im Fußball verglich: "Wir spielen in der Bundesliga." Dies stelle die Bedeutung der Römerausstellung heraus, die zu den größten und bestausgestatteten in Bayern zähle. "Unsere Römerabteilung hat eine herausragende Bedeutung im überregionalen Bereich!" Beide Redner dankten dem Rotary Club, der sich schon öfter um das Gäubodenmuseum verdient gemacht habe. Zuletzt, als die Abteilung "Religion und Kult" gesponsert wurde.

Die Römerabteilung ist nun abgeschlossen, das Museum hat aber bereits Pläne für eine neue Ausstellung. "Wir haben fest vor, die Bajuwaren zu präsentieren." Pannermayr sicherte dafür die Unterstützung der Stadt zu. Umbaumaßnahmen werden dabei das kleinere Problem sein. Zahlreiche Funde für eine gelungene Ausstellung müssen noch restauriert oder konserviert werden. Prammer warb dafür, die zweite Restauratoren-Stelle wieder zu besetzen.



Mittwoch, 23. Mai 2012, 19.30 Uhr, im Sparkassensaal:
Zwischen historischem Anspruch und knappen Kassen – der Oktoberfestzug in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und sein Organisator Robert Huber
Vortrag von Dr. Monika Ständecke, Publizistin (Weyern/Pfaffenhofen)

Straubing. (hv) 2010 verstarb der Münchner Robert Huber, der 1966-1992 für die Gestaltung der Oktoberfestzüge und weiterer Münchner Veranstaltungen verantwortlich war. Ein Großereignis, das dank der Mitwirkung vieler Einzelner zustande kommt, muss geplant sein. Der Organisator stand der Referentin noch für Interviews zur Verfügung.

Der Vortrag schöpft sowohl daraus, als auch aus dem Nachlass Robert Hubers, der Geschäftsführer des Münchner Verkehrsverein-Festring e. V. war, der als Veranstalter auftrat. Er gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Festzuges, erklärt, wie und warum er weltberühmt wurde. Es geht dabei immer auch um Stadtpolitik, Medienmacht und bürgerliches Engagement. Erst im nicht immer reibungslosen Zusammenspiel dieser Kräfte schärfte sich das Profil des modernen Festzuges. Unweigerlich stellt sich die Frage, inwiefern er Maßstäbe für vergleichbare Ereignisse setzt.



Juli 2012, 19.30 Uhr, im Foyer des Gäubodenmuseums:
1812-2012 | 200 Jahre Volksfest Straubing
Führung durch die Sonderausstellung von und mit Dr. Stefan Maier, Wiss. Mitarbeiter am Gäubodenmuseum

Straubing. (hv) Der genaue Termin für die Führung durch die Ausstellung wird rechtzeitig in der Tagespresse bekannt gegeben.



Samstag, 22. September 2012, 7.00 Uhr, Abfahrt am Busbahnhof am Hagen:
Studienfahrt nach Benediktbeuern
Mit fachkundiger Führung von P. Leo Weber (Salesianer Don Boscos) durch Fraunhofer- Werkstätte (Museum), Kloster und Kirche; Historische Fraunhofer-Glashütte (Museum); Erinnerungsorte Fraunhofer (Wohnung, Atelier etc.); Klosterkirche St. Benedikt, Kloster (Kreuzgang und Barocksaal), Anastasiakapelle, Klosterdorf (Maierhof)

Straubing/Benediktbeuren. (hv) Die historische Glashütte Fraunhofers (1787-1826) mit zwei erhaltenen Hafenschmelzöfen stellt ein Beispiel für die frühe Forschungs- und Industriegeschichte Bayerns dar. Sie ist mit Bild- und Textdokumentationen als Museum eingerichtet. Mit Objekten rund um die Glasbearbeitung wie Schleifmaschinen, Linsen und Prismen aus der Sammlung des Münchner Stadtmuseums erhielt die Fraunhofer-Glashütte eine wertvolle Ergänzung. Bereits um 739 gegründet und nach dem Dreißigjährigen Krieg mit großem Anspruch erneuert, gehört das Kloster Benediktbeuern zu den bedeutendsten altbayerischen Klosteranlagen.

Abfahrt nach Benediktbeuern mit einem Bus der Firma Mittermeier um 7.00 Uhr am Busbahnhof am Hagen. Fahrtkosten inclusive Eintritt und Führungen (P. Leo Weber): 30 Euro pro Person.

Programmablauf
10.00 h: Führung im Museum
12.00 h: Mittagspause (ev. Klosterbräustüberl)
14.00 bis 16.00 h: Führung durch Kloster, Kirche, Kapelle und Klosterdorf
16.00 h: Kaffeepause bzw. Besuch des „Textilmarkts“. Es besteht die Möglichkeit, auch den am 22. Sept. auf dem Maierhof stattfindenden internationalen „Textilmarkt“ (130 Aussteller) zu besuchen (10-18 h).
Rückfahrt nach Straubing: 17.30 h

Um verbindliche und baldige Anmeldung mit vorheriger Einzahlung des Unkostenbeitrags an der Kasse des Gäubodenmuseums, Fraunhoferstraße 23, Tel. 09421/9741-0, wird gebeten.



Dienstag, 23. Oktober 2012, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums:
Technische Errungenschaften Josef von Fraunhofers
und seine Bedeutung für die Technikgeschichte des 19. Jahrhundert

Vortrag von Konrektor Dr. Hans. P. Sang, Fraunhofer-Forscher (Fürstenfeldbruck)


Straubing. (hv) Der Referent, der im Auftrag der Fraunhofer-Gesellschaft in München eine neue Biographie über Joseph von Fraunhofer vorgelegt hat, will insbesondere die technischen Geräte vorstellen, mit denen Fraunhofer gearbeitet hat, dazu seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Brechung und Beugung des Lichts erläutern und aufzeigen, welche Bedeutung seine Entdeckung der Fraunhofer’schen Linien in der weiteren Forschung hatte. Interessant sind aber auch die weitgespannten wissenschaftlichen und geschäftlichen Beziehungen des Unternehmens Fraunhofer-Utzschneider.



Freitag, 26. Oktober 2012, 19.30 Uhr, im Sparkassensaal:
Die Armee der Caesaren.
Archäologie und Geschichte

Vorstellung des Buches von Professor Dr. Thomas Fischer u. a. (Univ. Köln), zusammen mit dem Verlag Pustet/Regensburg

Straubing. (hv) Mit diesem opulent ausgestatteten Bildband liegt eine umfassende und bisher einzigartige Gesamtdarstellung des römischen Militärs und seiner Ausstattung vor. Mit über 600 meist farbigen Abbildungen illustriert, werden auf 416 Seiten Tracht, Bewaffnung und Ausrüstung der römischen Armee, die Bauten des römischen Heeres, die Kriegsmarine sowie die Entwicklungsperioden der römischen Militärgeschichte verständlich und fachlich fundiert beschrieben.



Dienstag, 27. November 2012, 19.30 Uhr, im Saal des Gäubodenmuseums:
Die Bayerischen Ostbahnen
und die frühe Eisenbahnentwicklung in Niederbayern

Vortrag von Eisenbahn-Ing. a. D. Josef Dollhofer (Sinzing)

Straubing. (hv) Mit dem Kanalprojekt Ludwigs I. zur Verbindung von Donau und Main begann das Eisenbahnzeitalter in Ostbayern erst mit großer Verspätung. Der König duldete keine Konkurrenz für sein Lieblingsprojekt. So gab es erst nach dem Thronverzicht Ludwigs I. grünes Licht in der ostbayerischen Eisenbahnfrage. Als endlich baureife Projekte vorlagen, drohte der Staatsbankrott. Der Wechsel vom Staats- zum Privatbahnprinzip brachte schließlich die Wende.

Mit der Gründung der königlich privilegierten Aktiengesellschaft der bayerischen Ostbahnen 1856 begann auch in der Oberpfalz und in Niederbayern der Aufbruch ins Eisenbahnzeitalter. In Rekordzeit entstand ein Stammnetz von 450 km Hauptbahnen. Als die Ostbahn AG 1875 an den Staat überging, befanden sich Eisenbahnen der Gesellschaft in einer Länge von 918 km in Betrieb und 72 km noch in Bau. Nach einem allgemeinen Überblick befasst sich der Vortrag mit der Entwicklung in Niederbayern, das jahrelang von allen bayerischen Provinzen die geringste Eisenbahndichte aufwies. Die Ursache lag auch daran, dass sich die niederbayerischen Abgeordneten nie auf ein gemeinsames Projekt einigen konnten, bis die Auseinandersetzungen eskalierten.