HISTORISCHER VEREIN - ARCHIV 2017 - Neuigkeiten und Termine
 
Die Veranstaltungen des Historischen Vereins finden in der Regel im Saal des Gäubodenmuseums Straubing, Fraunhoferstraße 23, statt. Aufgrund des Museumsumbaus sind alle Termine und Ankündigungen in 2017 und 2018 der Tagespresse (Straubinger Tagblatt) zu entnehmen.
WER, WO, WANN, WAS???

2017


Donnerstag, 16. November 2017, 19.30 Uhr, Ort: lt. Tageszeitung!
Das Große im Kleinen. Jakob Sandtner und seine Stadtmodelle
Vortrag von Archivoberrat Dr. Thomas Paringer, Hauptstaatsarchiv München

Straubing. (hv) Zwischen 1568 und 1574 verfertigte der Drechslermeister Jakob Sandtner aus Straubing fünf auf eigenen Vermessungen beruhende Modelle der bayerischen Hauptstädte. Das erste Modell aus dem Jahr 1568 stellt seine Heimatstadt Straubing dar. Um 1570 wurde es Herzog Albrecht V. (1550-1579) bekannt, der es erwarb und Sandtner in den Jahren 1570 bis 1574 mit weiteren Stadtmodellen der übrigen herzoglich bayerischen Haupt- bzw. Regierungsstädte München, Landshut, Ingolstadt und Burghausen beauftragte. Die heute im Bayerischen Nationalmuseum in München ausgestellten Werke Sandtners stellen die bedeutendsten und bekanntesten Stadtmodelle des 16. Jahrhunderts dar. Sie wurden integrale Bestandteile der Münchner herzoglichen Kunstkammer, deren Schöpfer Herzog Albrecht V. war. Sie waren dort Teil eines programmatischen Komplexes, in dem das Herzogtum Bayern im Sinne einer „Bavaria Illustrata“ mit verschiedenen Kunstwerken repräsentiert wurde. Letztlich diente die Darstellung des Landes und insbesondere seiner fünf Hauptstädte in Form der Sandtnermodelle also der Herrschaftsdarstellung Albrechts V. als eines Fürsten der Renaissance.

Der Vortrag beleuchtet neben der Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte der Sandtnerschen Stadtmodelle auch den kulturhistorischen Hintergrund, fragt nach Vorbildern und nicht zuletzt nach der Biografie des Künstlers selbst.



Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Ort: lt. Tageszeitung!
Die Hungerkrise in Bayern und der Oberpfalz 1816/17
Vortrag von Dr. Birgit Angerer, Leiterin des Freilandmuseums Neusath-Perschen

Straubing. (hv) Vor genau 200 Jahren, im Frühjahr und Sommer 1816, als die Menschen gerade die Entbehrungen durch die napoleonischen Kriege überstanden glaubten, brach in Mitteleuropa eine große Hungersnot aus, weil über Monate kein Sonnenschein das Reifen des Getreides ermöglichte, sondern heftige Regenfälle die kostbaren Lebensmittel auf den Feldern verfaulen ließen. Das bedeutete, dass auch die Tiere nicht gefüttert werden konnten und so eine weitere Nahrungsquelle verloren ging. Ein gewisser Lorenz Strobl aus Niederbayern berichtet auch, dass das Bier ständig teurer wurde: „Dasselbe ist aus dünnem Sud, meist sauer und dem Viech zum Saufen zu schlecht“.

In einer Zeit, als in Mitteleuropa noch fast drei Viertel der Bevölkerung Bauern waren und die Menschen auch in den Städten mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Ernährung ausgeben mussten, war die Nachfrage nach Nahrungsmitteln sehr schnell nicht mehr zu befriedigen und verursachte deshalb wahre Preisexplosionen. Selbst die neue Frucht aus Amerika – die Kartoffel, die seit der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts angebaut wurde, konnte nicht gedeihen.

Es kursierten viele Vorstellungen, warum dieses fürchterliche Wetter herrschte. Die Sonnenflecken seien schuld, oder auch Blitzableiter, die ein gewisser Benjamin Franklin gerade erfunden hatte. Erst 1920 stellte sich heraus, dass ein Vulkanausbruch im heutigen Indonesien Verursacher der Katastrophe war. Der Vortrag von Dr. Birgit-Angerer handelt von den Folgen, die diese letzte regionale Hungersnot für die Bevölkerung in Bayern gehabt hat. Genau 200 Jahre später beleuchtet sie das „Jahr ohne Sommer“ 1816, das so vielen Menschen Hunger und Not gebracht und viele zur Auswanderung nach Amerika gezwungen hat.



Donnerstag, 21. September 2017, 19.30 Uhr, Ort: lt. Tageszeitung!
Über die Donau. Furten-Fähren-Brücken.
Vortrag von Dieter Scherf, Simbach a. Inn


Straubing. (hv) Seit Menschen an der Donau leben, wurde der Fluss als Begrenzung des Aktionsraums wahrgenommen, die aber immer wieder überschritten wurde. Auf Wanderungen quer zur Flussrichtung, oder wenn das Ufer wegen der Wegbarkeit gewechselt werden musste, auch auf Wanderungen dem Fluss folgend, wurde die Donau überquert. Die Flussüberquerung wurde als besonderer Ortswechsel erlebt, was in einer Vielzahl von Sagen und Legenden, aber auch in Redensarten wie „über den Jordan gehen“, zum Ausdruck kommt.

In Furten und mit Fähren wurden Menschen, Vieh und Fahrzeuge über die Donau gebracht, an regelmäßig benutzten Übergängen wurden schon sehr früh mehr oder weniger feste Brücken gebaut. Heute gibt es auf der ganzen Länge der Donau über 300 Brücken, jeder dieser Übergänge hat seine eigene Geschichte.

In seinem Vortrag konzentriert sich Dieter Scherf auf die Donauübergänge in unserer Region, von Regensburg bis Passau. Alte Furt- und Fährstellen, noch heute laufende Donaufähren, berühmte Brücken wie die Steinerne Brücke in Regensburg, Eisenbahnbrücken aus dem neunzehnten Jahrhundert und neue Übergänge wie die talüberspannende, über einen Kilometer lange Autobahnbrücke von Schalding, sind das Thema des Vortrags.



Samstag, 15. Juli 2017, 7.00 Uhr, Exkursion nach Bad Kissingen
Enthüllung des Mathias von Flurl-Denkmals
auf dem Kapellenfriedhof in Bad Kissingen

Historische Exkursion zusammen mit dem Flurlkreis unter der Führung von Dr. Gerhard Lehrberger, Akad. Direktor an der TU München

Straubing. (hv) Mathias von Flurl, 1756 in Straubing geboren, veröffentlichte 1792 sein wissenschaftliches Hauptwerk „Beschreibung der Gebirge in Baiern und der Oberen Pfalz“ und wurde damit zum Begründer der Mineralogie und Geologie in Bayern. Flurl sanierte die Nymphenburger Porzellanfabrik, reformierte die Salzgewinnung, wurde zum Vorstand der Königlichen General-Bergwerks-Salinen- und Münzadministration berufen. Am 27. Juli 1823 verstarb Flurl während der Inspektion einer Saline in Kissingen, wo er auch seine Ruhestätte fand.

Tagesprogramm:
Abfahrt: 7.00 Uhr am Busbahnhof Hagen | ca. 16.30 Uhr: Rückfahrt nach Straubing
Ablauf: 11.00 Uhr Kapellenfriedhof Bad Kissingen | Begrüßung durch K. Blankenburg, Oberbürgermeister der Stadt Bad Kissingen | Grußwort von W. Schäfer, Kulturstadtrat der Stadt Straubing | Grußwort von Dr. G. Lehrberger, TU München | Beitrag von Schülerinnen und Schülern der Mathias von Flurl-Berufsschule Straubing | Musikalische Umrahmung durch das Jugendmusikkorps Bad Kissingen; Leitung: Stadtmusikdirektor B. Hammer) | 11.45: Mittagessen im Kurgartencafe | 13.30: Führung durch den Kurgarten und die Kurgebäude | 14.30: Abfahrt zur Unteren Saline | 15.00: Museum Obere Saline | Kaffee in der Orangerie auf Einladung der Stadt Bad Kissingen | Möglichkeit zum Besuch des Museums Obere Saline (insbes. Abteilung Weltbad)

Verbindliche Anmeldung mit Einzahlung der Reisekosten (incl. Eintritt / alle Führungen) im Voraus ab sofort an der Museumskasse erbeten (Fraunhoferstr. 23, Tel. 09421/944-63-214). Fahrtkosten incl. Führungen / Eintritte 30,- Euro pro Person. Eine Rückerstattung ist nur bei rechtzeitiger Absage und gleichzeitigem Ersatz möglich!



Donnerstag, 22. Juni 2017, 19.30 Uhr, Gäubodenmuseum (Treffpunkt Foyer)
Luther Hier. In und um Straubing -
Eine Kabinettausstellung im Gäubodenmuseum

Führung von Dr. Stefan Maier, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Gäubodenmuseum Straubing, durch die Ausstellung im Gäubodenmuseum

Straubing. (hv) Im 16. Jahrhundert war Straubing das Zentrum der Reformation in Niederbayern, die Stadt musste sich aber schließlich der ausschließlichen Katholizität des Herzogtums Bayern beugen. Erst mit den Veränderungen ab 1803 bildeten sich dann langsam protestantische Gemeinden. So wurde das 1853 in Straubing eingerichtete Pfarrvikariat, welches von Landau a. d. Isar über Mallersdorf, Kötzting, Neukirchen beim Hl. Blut, Regen, Zwiesel über Deggendorf bis Hengersberg reichte, erst 1896 zu einer eigenständigen Gemeinde. Zentrum war die drei Jahre zuvor eingeweihte Kirche in der Bahnhofstraße, die 1945 durch Bomben zerstört wurde.

Während die neue Christuskirche erst 1957 wieder eingeweiht werden konnte, wuchsen die protestantischen Kirchengemeinden selbst in Niederbayern stark durch Flüchtlinge an. In Straubing wurde eine zweite Pfarrstelle errichtet, in weiter entfernten Orten wurden Pfarrstellen und Pfarrvikariate genehmigt und Kirchen erbaut. Anfang der 1990er Jahre wuchs die Straubinger Gemeinde noch einmal stark an: Mit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ kamen evangelische Christen vor allem aus Siebenbürgen und der Sowjetunion nach Straubing. Als Teil der protestantischen Gemeinden nehmen sie wie auch diese selbst am gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Leben der Stadt Straubing prägend teil.



Donnerstag, 01. Juni 2017, 19.45 Uhr, Pfarrsaal St. Jakob
Zeugnisse der Geschichte und des Glaubens - Die Inschriften in der Stifts- und Bürgerkirche St. Jakob und Tiburtius
Vortrag von
Kunsthistoriker Dr. Ingo Seufert, Gilching

Straubing. (hv) Fast zeitgleich mit dem Abschluss der Kirchenrenovierung der Stiftskirche St. Jakob und Tiburtius übergab der Kunsthistoriker Dr. Ingo Seufert eine Fotodokumentation aller Inschriften von St. Jakob im Innen-, Außen- und Dachstuhlbereich. Über drei Jahre hat der Kunsthistoriker daran gearbeitet und nahezu 500 Textzeugen am bzw. in dem Bauwerk entdeckt und festgehalten. Seiner Kenntnis nach ist hier der umfangreichste Inschriftenbestand in einer Kirche in Niederbayern. Von 1418 bis Anfang 2000 ließen sich Inschriften und Signaturen auf Grabmälern, gotischen Platten, Fresken, barocken Wandmälern, in Fenstern und versteckten Stellen finden. Die Verschiedenartigkeit der Materialien ist dabei ebenso interessant wie Ausdruck der Zeitepochen, zumal dabei alle Typen von Epitaphien, Grabinschriften oder Grabdenkmälern an Kirchenwänden oder Pfeilern vorkommen. Die fast 500 Texte stellen nicht nur wertvolle, aufschlussreiche Quellen zur Bau- und Kunstgeschichte der Stiftskirche dar, sondern präsentieren auch den reichen Schatz an Glaubenszeugen dieser 600jährigen Straubinger Bürgerkirche.



Mai 2017 - Mitteilung des HV
Inschriften und Textzeugen in St. Jakob dokumentiert...

Straubing. (hv) Auf Veranlassung des Stadtheimatpflegers gab die Kirchenverwaltung St. Jakob eine fotografische Gesamtdokumentation aller Inschriften und Textzeugen in der Stiftskirche in Auftrag, die von dem Kunsthistoriker Dr. J. Seufert im August 2016 an die Pfarrei übergeben wurde. Wie im Programm 2017/2018 angekündigt, wird Dr. Seufert am 1. Juni 2017 zu dem Thema einen Vortrag halten (siehe oben).

Für eine kunsthistorische Bearbeitung der Ausstattung von St. Jakob mit neogotischen Altären wurden die Archivalien im Pfarrarchiv St. Jakob gesichtet, geordnet und damit für eine gezielte Forschung bereitgestellt. Der Verein hat sich entschlossen, die Finanzierung dieser Maßnahme über einen Werkstudenten zu einem großen Teil mit zu übernehmen.




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Vorbereitungen auf 800-Jahr-Feier der Neustadt laufen...

Straubing. (hv) Zur 800-Jahrfeier der Stadt 2018 wird der Verein in Zusammenarbeit mit den beiden Professoren Dr. Dietl und Dr. Dittscheid / Univ. Regensburg mehrere Studienbände zur Stadt-, Kunst und Rechtsgeschichte vorlegen. Bis Mitte dieses Jahres werden die ca. 30 Autoren ihre Beiträge einreichen, so dass mit einer Drucklegung Mitte 2018 zu rechnen ist. Bis dahin soll auch die Drucklegung der umfangreichen Landschreiberrechnungen (besorgt durch Prof. F. Fuchs/Univ. Würzburg) von Hans Kastenmayr (1424/25) abgeschlossen sein.




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Kupferne Hinweistafeln in Straubing...

Straubing. (hv) Wegen der Sanierung der Kalvarienbergkapelle und der angrenzenden Mauer wurde seinerzeit die kupferne Hinweistafel abgenommen. Sie wurde unversehrt aufgefunden und wird nun nach Abschluss der Arbeiten im Herbst wieder angebracht. Die Hinweistafel am ehemaligen Wohnhaus von Jakob Sandtner in der Steinergasse 19 (Haus Apollo Optik/Gerald Murrer) konnte nach Abschluss der Restaurierung des Gebäudes bereits wieder anmontiert werden.




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Erinnerung an letzten Provinzial der bayerischen Jesuitenprovinz...

Steinach. (hv) Vereinsmitglied Hans Agsteiner, 2. Bürgermeister der Gemeinde Steinach-Münster, will sich dafür einsetzen, dass die an der Friedhofsmauer in Steinach angebrachten Erinnerungstafeln an den letzten Provinzial der Bayerischen Jesuitenprovinz P. Joseph Erhard (1816 - 1884+ als Benefiziat in Steinach) erhalten und restauriert werden, da die Inschriften mit den Lebensdaten gänzlich verblasst sind.




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Straubinger Krippenwelt gefährdet...

Straubing. (hv) Infolge der Auflösung des Straubinger Karmelitenklosters treibt die Krippenfreunde und um die Restaurierung verdiente Ehepaar Franz und Elisabeth Karl die ernste Sorge um den weiteren Bestand bzw. das Schicksal der Straubinger Krippenwelt um. Von der Gefahr der Abwanderung sind neben der barocken ehem. Jesuitenkrippe die bedeutenden Krippensammlungen (Ziselsperger- und Hienkrippe) betroffen und bedroht. Dass die Stadt somit ihren Ruf als „Krippenstadt Niederbayerns“ nicht verliert, ist eine besondere Wach- und Aufmerksamkeit erforderlich.

Trotz vielfältiger Überlegungen, Versuche und Versprechen ist es bislang nicht gelungen, diverse private Krippensammlungen zu sichern und dauerhaft zu präsentieren, um den Standort Straubing als „Krippenstadt Niederbayerns“ auszubauen und zu dokumentieren. Es fehlt an finanziellen Mitteln, Betreuung und Möglichkeiten zur dauerhaften Aufstellung...




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Finanzierungsplan für ehem. Hochaltargemälde in St. Peter im Entstehen...

Straubing. (hv) Eine Sicherung bzw. Restaurierung des ehem. barocken Hochaltargemäldes in St. Peter, um dessen Erhalt der Verein seit Jahren bemüht ist, wird auf 100.000 bzw. 140.000 Euro beziffert. Da mittlerweile der Eigenanteil in Höhe von rund 40.000 Euro nahezu gesichert ist (Pfarrei St. Peter, Histor. Verein, Regensburger Stiftung), ist zunächst ein Alternativangebot (Restaurierung) nötig. Danach kann zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege (Referent Hauptkonservator Dr. M. Schmidt) an die verschiedenen Institutionen, Stiftungen und Zuschussgeber zur Erstellung eines Gesamtfinanzierungsplanes herangetreten werden. Das Landesamt für Denkmalpflege München signalisierte dankenswerterweise dazu jedwede Unterstützung.




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Museumsleiter i.R. bearbeitet Postkarten-Archiv des Vereins...

Straubing. (hv) Die in den letzten Jahren vom Verein erworbenen Sammlungen „Straubinger Postkarten“ umfassen 56 handelsübliche Ordner mit je rund 80 Karten. Die Kollektion beinhaltet somit rund 4 500 Karten (ohne Dubletten) aus dem Zeitraum von 1893 bis ca. 1960. Der Bestand wird seit längerer Zeit vom 2. Vorsitzenden Dr. J. Prammer nach verschiedenen Aspekten (gelaufen, Kolorit, Tönungen, Rand, Typographie und Textanordnung etc. etc.) durchgearbeitet und klassifiziert. Der Bestand inzwischen nach 28 Themen gegliedert, wird kommentiert und durch ein umfassendes Register erschlossen. Dieser Bearbeitung schließt sich ein Verleger- und Werkverzeichnis an. Die Karten der Straubinger Verleger und Vertreiber werden in gleicher Weise behandelt.




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Wiederherstellung der Krönungskapelle im Visier...

Straubing. (hv) Durch kostenlos angebotene Führungen, Veranstaltungen und wiederholtes Öffnen der Schutzengelkirche wie der Krönungskapelle zu verschiedenen Festen gelang es L. Burgmayer, dem Initiator der „Schutzengelhilfe“, dieses Altstadtensemble ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken sowie die nötige Restaurierung (z. B. Tür zur Loretokapelle) sowie insbes. auf die Wiederherstellung der Krönungskapelle hinzuweisen.

Monetäre Spenden, zweckgebunden zugunsten des Ensembles, sind erwünscht auf das Konto „Schutzengelhilfe“: IBAN DE 89 7250 0000 0053 55.




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Stiftung St. Peter bleibt aktiv...

Straubing. (hv) Die Stiftung St. Peter, geführt von dem Vereinsmitglied Theodor Seethaler, hat auch 2016 die seit 2014 laufenden Wartungsarbeiten an den Grabdenkmälern des Friedhofs St. Peter in Kooperation mit der Pfarrei St. Peter, Stadt Straubing und Sponsoren durchgeführt. Dabei wurden 14 Steindenkmäler von einem Steinrestaurator behandelt, dazu 23 überwiegend gusseiserne Kreuze von einem Kunstschmied fachgerecht gewartet. Zudem wurde 2016 das von der Stiftung in Auftrag gegebene Tragwerksgutachten für das Sanierungsprojekt „Liebfrauenkapelle“ im Friedhof St. Peter ausgefertigt sowie ein Finanzierungsplan mit der Stadt und dem Denkmalamt erstellt. Dabei hat die Stiftung St. Peter unter Führung von Vereinsmitglied Th. Seethaler dankenswerterweise den Eigenanteil der Pfarrei St. Peter mit 25 000.- Euro gänzlich übernommen.

Bei Interesse für die Arbeit bzw. für Unterstützung der Stiftung möge man Kontakt über Tel. 09421/6849 mit Vereinsmitglied Theodor Seethaler aufnehmen.
Konto der Stiftung St. Peter: IBAN DE04 7429 0000 0043 6771.




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Regensburger-Nachlass inventarisiert

Straubing. (hv) Die Vorstandschaft veranlasste eine wissenschaftliche Inventarisierung des im Jahre 2014 durch testamentarische Verfügung in das Vereinsarchiv übergegangenen Nachlasses der Seilermeisterfamilie J. Regensburger. Durch diese fachgerechte Beschreibung und Erfassung soll der Bestand für stadtgeschichtliche Forschungen zur Verfügung stehen. Die Arbeit wurde auch aus Dankbarkeit dafür in die Wege geleitet, dass der Verein im Stiftungszweck der am 16. März 1999 errichteten „Seilermeister Regensburger Stiftung“ explizit in der „Seilermeister Regensburger Stiftung“ aufgeführt ist und mit seinen Vereinszielen auch gefördert wird.




Mai 2017 - Mitteilung des HV
Entwicklung des Römerparks in Straubing aus Dornröschenschlaf befreien...

Straubing. (hv) Mit der als Monographie erschienenen Studie von Renate Thomas: Römische Wandmalerei im Südvicus von Sorviodurum/Straubing, Straubing 2014, möchte der Verein auch das Thema „Entwicklung des Römerparks“ wieder beleben und vorantreiben. Der reich mit Farbtafeln ausgestattete Sonderband ist an der Museumskasse zum Preis von 14,80 Euro erhältlich, sicher auch als kleines Geschenk gut geeignet.




Donnerstag, 27. April 2017, 19.30 Uhr, Vortragssaal des Gäubodenmuseums
Römische Binnenschifffahrt
Vortrag von Professor Dr. Günther Moosbauer, Leiter des Gäubodenmuseum Straubing


Straubing. (hv) Flüsse sind die wichtigsten Verkehrsverbindungen für den Transport von Massenwaren, aber auch für die Verlagerung von Truppen. Die Hauptschlagadern nördlich der Alpen sind Rhein und Donau. Mit den Schiffsfunden von Oberstimm bei Ingolstadt kennen wir den Typ, der von augusteischer Zeit bis weit in die mittlere Kaiserzeit auf den Strömen als Patrouillenboot oder Truppentransporter verkehrte. Mit dem Mainzer und Straubinger Hafen sowie den augusteischen Bootshäusern von Haltern am See sind feste Einrichtungen bekannt, wo die Schiffe nicht nur anlegen konnten.

In der Spätantike ändert sich der Typ der Militärschiffe etwas. Spätantike Schiffe sind etwa in Mainz ausgegraben worden. An den Rekonstruktionen des Oberstimm-Typs aber auch eines Mainzer Schiffes wurden und werden Tests durchgeführt, um Manövrierfähigkeit und Geschwindigkeiten der einzelnen Bauklassen zu testen. Ähnliche Boote verkehrten auf den Seen. Selbst auf kleinen Gewässerläufen konnten Flachbodenschiffe oder Flöße verkehren. Waren auf den Strömen Ruder und Segel die Hauptantriebsarten, wurden solche Fahrzeuge getreidelt oder gestakt. Die großen Ströme waren nicht durchgängig schiffbar. So musste teils umgeladen werden und über gewisse Abschnitte ein Landtransport erfolgen. Zu römischer Zeit hat man deshalb schon die ersten Flussbaumaßnahmen durchgeführt. Trotzdem bedeutete eine Schifffahrt, dass man sich in Gefahr begab. Persönliche Schicksale waren mit der Schifffahrt eng verbunden. Häufig waren die Flussschiffer auch Transportunternehmer, die in Gilden organisiert waren. Einige davon kennen wir über Inschriften und Reliefs.



Donnerstag, 23. März 2017, 19.30, Vortragssaal des Gäubodenmuseums
Monumentalbauten des Jungneolithikums
Neue Erkenntnisse zu münchshöfenzeitlichen Grabenwerken um 4000 v. Chr.

Vortrag des Kreisarchäologen Dr. Ludwig Husty, Oberaltaich

Straubing. (hv) Die umfangreichen Grabungen der letzten Jahre in Niederbayern haben neue Erkenntnisse zu bereits seit langem bekannten, aber auch zu neu entdeckten münchshöfenzeitlichen Erdwerken in Niederbayern erbracht. Es deutet sich inzwischen an, dass zwischen etwa 4 500 und 3 800 v. Chr. In Niederbayern deutlich mehr Grabenwerke errichtet wurden als man bislang angenommen. Neben der Darstellung von unterschiedlichen Bauformen wird einer der Schwerpunkt des Vortrags dabei auf der Zusammenführung von zum Teil 30 Jahre alten Grabungsergebnissen mit aktuellen Grabungen liegen, die nunmehr kombiniert gesehen neue Erkenntnisse und Interpretationsmöglichkeiten dieser besonderen neolithischen Befundgattung eröffnen. Besonders wichtig für die Beurteilungen dafür ist das zwischen 2007 und 2012 komplett ausgegrabene münchhöfenzeitliche Grabenwerk von Riedling, das im Rahmen eines Forschungsprojektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgewertet wird und damit neue Aspekte sowohl in der Bedeutung dieser Monumentalbauten des ausgehenden 5. Jahrtausend v. Chr. als auch in die Chronologie der Münchshöfener Kultur erbringen wird.



Donnerstag, 23. Februar 2017, 19.30 Uhr, Vortragssaal des Gäubodenmuseums
Jahreshauptversammlung

Straubing. (hv) Die Einladung zur Mitgliederhauptversammlung (mit Tagesordnung) liegt dem Mitteilungsblatt 2016/17 bei.