HISTORISCHER VEREIN - ARCHIV 2018 - Neuigkeiten und Termine
Die Veranstaltungen des Historischen Vereins finden in der Regel im Saal des Gäubodenmuseums Straubing, Fraunhoferstr. 23, statt. Aufgrund der derzeitigen Umbauten im Gäubodenmuseum sind die Veranstaltungsorte in 2018 jeweils der Tagespresse (Straubinger Tagblatt) zu entnehmen.
WER, WO, WANN, WAS???

2018


Vortragsreihe anlässlich "800 Jahre Gründung der Straubinger Neustadt" - Folge 6:

ACHTUNG - verlegt auf: Donnerstag, 29. November 2018, 19.30 Uhr, Pfarrsaal St. Jakob (Pfarrplatz 11 A)
Hans Leinbergers Epitaph für Johannes Walkhaimer, Stiftsdekan in Moosburg (gest. 1529),
in der Bernauerkapelle zu St. Peter Straubing

Vortrag von Prof. Dr. Albert Dietl, Universität Regensburg


Straubing. (hv) Das wahrscheinlich letzte eigenhändige Werk des Landshuter Bildhauers Hans Leinberger (nachweisbar 1510-1530) war das Totengedächtnismal für den aus Straubing stammenden Moosburger Stiftsdekan Johann Walkhaimer (+ 1529), das anscheinend erstmals das Thema der Auferweckung der Totengebeine nach der Vision des Propheten Ezechiel in die Epitaphkunst einführte. Die Kunstgeschichte der 1920er Jahre feierte das 1916 in die Forschung eingeführte Werk, das eine bisher unbekannte Zeichnung um 1780 dokumentiert, wegen seiner Das furiosen Aktdarstellungen mit Vergleichen mit den Jüngsten Gerichten von Michelangelo und Rubens. Walkhaimer, seit 1494 Magister Artium der Universität Ingolstadt und seit 1491/93 Mitglied der Straubinger Priesterbruderschaft, war als Stiftskanoniker und Pfarrer von St. Johann unmittelbar in die Aufstellung der beiden Schnitzaltäre Leinbergers in Moosburg involviert. Für das ungewöhnliche Thema, das sicher auf Wunsch Walkheimers und seine Lektüre von Kirchenvätertexten zurückging, griff Leinberger auf die Bildtradition bayerisch-österreichischer Historienbibeln des 15. Jahrhunderts zurück.

Achtung: Dies ursprünglich für 15. November 2018 geplante Veranstaltung muss wg. Terminüberschneidung auf den 29. November verschoben werden.




Donnerstag, 8. November 2018, 19.30 Uhr, Treffpunkt im Foyer des Gäubodenmuseums
Baiern gefunden. Die Anfänge von Straubing
Führung von Museumsleiter Prof. Dr. Günther Moosbauer durch die neu eröffnete Dauerausstellung des Gäubodenmuseums

Straubing. (hv) Straubing besitzt viele bedeutende Funde aus der Bajuwarenzeit, die nun in vier neu gestalteten Räumen des Gäubodenmuseums gezeigt werden. Im ersten Raum werden die Bajuwaren, Baiern und Bayern im Vergleich vorgestellt. Die einzelnen Untersuchungen, die an den Skeletten unserer Urahnen gemacht werden, kann man modern medial am Bildschirm Knochen für Knochen nachvollziehen. Drei Skelette, die in Alburg gefunden wurden, werden die Stämme der Franken, Langobarden und Ostgoten mit Kleidung und Werkzeugen erfahrbar machen. Im letzten Raum wird dann der Bogen bis 1218 geschlagen und damit zur diesjährig gefeierten Neugründung von Straubing. Die vier Räume dieser Ausstellung sind ganz in schwarz gehalten.




Vortragsreihe anlässlich "800 Jahre Gründung der Straubinger Neustadt" - Folge 5:

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Pfarrsaal St. Jakob (Pfarrplatz 11 A)
Die gotischen Wandmalereien im heutigen Gebiet der Stadt Straubing
Vortrag von Dr. Gerald Dobler, Kunsthistoriker/Kunst- und Denkmalpflege, Wasserburg a. Inn


Straubing. (hv) Der Vortrag stellt erstmals die aus der Zeit der Gotik bekannten Wandmalereien im heutigen Gebiet der Stadt Straubing vor. Die Zeitspanne, die von den Malereien abgedeckt wird, reicht vom späten 14. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts, wobei der überlieferte Bestand gegenüber dem ursprünglich vorhandenen als äußerst gering und zufällig einzuschätzen ist. Die Gemälde besitzen zumeist gute Qualität und wurden überwiegend wohl von ortsansässigen Künstlern ausgeführt. Die umfangreichsten Malereien sind in der Stadtpfarrkirche St. Jakob und im Karmelitenkloster erhalten. Daneben sind im Sakralbereich die Kapelle des Herzogsschlosses, die Jesuitenkirche, die Krönungskapelle und Unsere Liebe Frau in Öberau zu nennen. Im Herzogsschloss ist außerdem ein Wappenfries aus der Zeit des Herzogtums Straubing-Holland (1353-1429) freigelegt. Aus dem bürgerlichen Profanbereich sind dagegen nur zwei Malereikomplexe bekannt: die sakralen Fragmente in der ehemaligen Hauskapelle der Patrizierfamilie Zeller und die leider nur fotografisch überlieferten, hochbedeutenden Reste eines profanen Zyklus aus der Zeit um 1400 wohl mit Liebesthematik im Haus Simon-Höller-Str. 12 (heute Kaufhaus Wöhrl).






Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Treffpunkt: Foyer des Gäubodenmuseums
Geplant – gebaut. 800 Jahre Neustadt Straubing. Aspekte der Stadtentwicklung
Führung von Dr. Stefan Maier, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Gäubodenmuseum Straubing, durch die Sonderausstellung im Gäubodenmuseum

Straubing. (hv) An ausgewählten Beispielen zeigt diese Ausstellung die räumliche Entwicklung der Stadt sowie Veränderungen ihres baulichen Erscheinungsbildes. Ansichten, Pläne, Bilddokumente und Modelle dokumentieren die im Stadtbild ablesbaren Spuren von der Gründung der Neustadt im Jahr 1218 bis in die heutige Zeit. Wichtiger Angelpunkt in der Ausstellung ist das Modell der Straubinger Neustadt von Jakob Sandtner aus dem Jahr 1568. Das Original befindet sich im Bayerischen Nationalmusuem. Neuere Modelle veranschaulichen Baumaßnahmen in jüngster Zeit. Ebenso werden bespielsweise Auswirkungen der Gemeindegebietsreform angesprochen.




Vortragsreihe anlässlich "800 Jahre Gründung der Straubinger Neustadt" - Folge 4:

Donnerstag, 27. September 2018, 19.30 Uhr, Pfarrsaal St. Jakob (Pfarrplatz 11 A)
Michael Wolgemuts Hochaltar-Retabel in St. Jakob:
Entstehung, Geschichte und Transformation eines Hauptwerks Nürnberger Kunst des späten 15. Jahrhunderts

Vortrag von Dr. Daniel Rimsl, Diözesankonservator Regensburg


Straubing. (hv) Der Vortrag wird die Geschichte des bedeutenden Flügelretabels auf dem Hochaltar der Straubinger Stadtpfarrkirche St. Jakob beleuchtet. Es wurde in der Werkstatt des Dürer-Lehrers Michael Wolgemut für die Nürnberger Dominikanerkirche geschaffen. Nach der Reformation kam es nach Straubing, wo aber erst einige Figuren in andere Heilige umgewandelt werden mussten. Der Ankauf des Flügelretabels ist im Zusammenhang mit der Verlegung des Stiftes St. Tiburtius von Münster nach Straubing zu verstehen. Der Rang St. Jakobs sollte durch ein repräsentatives, durch ein bewusst altes Retabel als liturgisches Zentrum optisch im Kirchenraum präsent gemacht werden. Letztlich wurde das Hauptwerk der Nürnberger Kunstgeschichte zu einem Stück Straubinger Konfessionsgeschichte.




Vortragsreihe anlässlich "800 Jahre Gründung der Straubinger Neustadt" - Folge 3:

Donnerstag, 28. Juni 2018, 19.30 Uhr, Pfarrsaal St. Jakob (Pfarrplatz 11 A)
Das geistliche Antlitz Straubings in der Barockzeit
Vortrag von Prof. em. Dr. Karl Hausberger, Universität Regensburg


Straubing. (hv) Bekanntlich wandte sich die Führungsschicht Straubings im 16. Jahrhundert großenteils dem lutherischen Bekenntnis zu. Doch nachdem Herzog Albrecht V. mit dem Instrument des obrigkeitlichen Bekenntniszwangs die ausschließliche Katholizität wiederhergestellt hatte, fasste sein ab 1579 regierender Sohn Wilhelm V. den Entschluss, die Gäubodenstadt, die als Sitz eines Rentamts beträchtliche Strahlkraft besaß, zu einem geistlichen Zentrum auszubauen und in ihren Mauern die sogenannte Katholische Reform nachdrücklich zu befördern. Dass sich die intendierte Wirkung einstellte, bezeugt das geistliche Geschehen im Straubing der Barockzeit mannigfach. Die wichtigsten Träger dieses Geschehens und die von ihnen propagierten religiösen Ausdrucksformen werden im Referat vorgestellt. Dabei spannt sich der Erzählbogen vom neuerrichteten Kollegiatstift St. Jakob und Tiburtius und dem Karmelitenkloster aus mittelalterlichen Tagen über die Niederlassungen der vortridentinischen Reformorden der Jesuiten und Kapuziner bis hin zu den Klostergründungen der barocken Epoche, sprich der Ursulinen und Franziskaner.



Donnerstag, 26. Juni 2018:
NEUERSCHEINUNG: "Der Schatzfund" von Dr. Johannes Prammer...






Vortragsreihe anlässlich "800 Jahre Gründung der Straubinger Neustadt" - Folge 2:

Dienstag, 19. Juni 2018, 19.30 Uhr, Vortragssaal des Ursulinenklosters (Realschule, Burggasse 40 - ebenerdiger Eingang)
Die Ursulinenkirche Straubing - ein barockes Gesamtkunstwerk der Gebrüder Asam
Vortrag von Prof. em. Dr. Hans-Christoph Dittscheid, Universität Regensburg


Straubing. (hv) Die Künstlerfamilie Asam steht stellvertretend für die barocke Kunst in Bayern. Gerade in Straubing und seiner direkten Umgebung kann dies gut nachvollzogen werden. Am 1731 begonnenen Bau der Ursulinenkirche arbeiten Cosmas Damian und sein Bruder, der Stuckateur Egid Quirin Asam zusammen. Dieser Arbeit kommt besondere Bedeutung zu, da an ihr das so produktive Zusammenwirken beider Brüder letztmals vor dem Tod des Malers Cosmas Damian (1739) dokumentiert werden kann. Während Egid Quirin hier als Architekt des Zentralbaus zu fassen ist und die umfangreichen Stuckarbeiten in gewohnter Meisterschaft ausführt, kann Cosmas Damian noch die Ausmalung des zentralen Kuppelbaus mit der Geschichte des Ursulinenordens zu Ende führen, für das ein schriftlich verfasstes Programm aus der Feder des Jesuitenpaters Franz Xaver Gumpp erhalten ist. Der runde Kuppelraum wird von vier Pfeilerpaaren getragen, von denen jedes einen der vier Erdteile trägt – eine höchst ungewöhnliche Lösung, in die man sich „einsehen“ muss. In dieser Übereinstimmung zwischen Bau- und Bildwerk erkennt man, dass die Ursulinenkirche zu einem Gesamtkunstwerk tendiert, wie es nur der von Rom inspirierte römische Barock einlösen konnte. Die Möglichkeit, den Vortrag im Kloster durchführen zu dürfen, eröffnet die Chance, das Werk abschließend im Original auf sich wirken zu lassen. Zugunsten der zur Zeit laufenden umfangreichen Restaurierungsarbeiten sind Spenden willkommen.





Vortragsreihe anlässlich "800 Jahre Gründung der Straubinger Neustadt" - Folge 1:

Dienstag, 15. Mai 2018, 19.30 Uhr, Vortragssaal der Sparkasse Niederbayern-Mitte (Eingang Jakobsgasse)
Die Ablösung der Rechte des Augsburger Domkapitels in Stadt und Burgfrieden von Straubing im Jahre 1536.
Ein Beitrag zur Rechtsgeschichte der Stadt Straubing

Vortrag von Prof. em. Dr. Hans-Jürgen Becker, Universität Regensburg


Straubing. (hv) Freigekauft aus der Augsburger Grundherrschaft 1536 wird Straubing zur herzoglichen Stadt und nimmt politisch und wirtschaftlich eine moderne Entwicklung. Die frühe Geschichte der Stadt Straubing war in den ersten Jahrhunderten nach ihrer Gründung stark geprägt durch die Abhängigkeit ihrer Bürger vom Augsburger Domkapitel. Grund und Boden, auf dem Herzog Ludwig der Kelheimer 1218 die Neustadt Straubing gründete, gehörten den Augsburger Domherren. Neben der Grundherrschaft des Kapitels bestand auch noch die landesherrliche Gewalt des Herzogs, der gleichfalls seine Rechte in der neugegründeten Stadt geltend machte. So konnten Konflikte nicht ausbleiben, wenn ein selbstbewusstes Bürgertum nach Selbstbestimmung und Autonomie strebte. Gleichwohl die Rechte des Domkapitels in langen Streitigkeiten eingeschränkt werden konnten, endeten die Zwistigkeiten mit dem ungeliebten Kirchenregiment erst, als Herzog Ludwig X. dem Domkapitel ihre verbliebenen Rechte abkaufte und sie dann gewinnträchtig an die Stadt Straubing weitergab. Die Augsburger Herrschaft verzichtete ausdrücklich auf „alle geistlichen Lehenschaften, Obrigkeiten“ etc. in der Stadt wie im Viztumamt Straubing. So gilt das Jahr 1536 als die „Wende vom Mittelalter zur Neuzeit“ in Straubings Geschichte und Wirtschaft. Straubing ist damit zur herzoglichen Stadt geworden, die weiter bemüht blieb, ihre Autonomie und Entwicklung auszubauen. Nachdem schließlich nach weiteren erstrittenen Rechten 1629 zusammen mit Herzog Maximilian auch die städtische Jurisdiktionshoheit in den Grenzen des Burgfriedens festgelegt worden war, hatte die Stadt den Status einer mit vollen Rechten ausgestatteten kurfürstlichen Stadt.




Donnerstag, 19. April 2018, 19.30 Uhr, Ort: lt. Tageszeitung!
Die Oxen-Connection
Vortrag von Archäologin Gudrun Malcher, Regensburg

Straubing. (hv) Der Vortrag lädt zu einer Zeitreise in die Jahre 1300-1850 ein und stellt einen bisher unbedeutenden Wirtschaftszweig in Regensburg und Niederbayern vor: Hören Sie von den Hintergründen des internationalen Ochsenhandels von Ungarn, Polen, Österreich durch Niederbaiern in die Reichsstadt. Wildwest in Baiern! Im Vordergrund stehen die brilliante Logistik der äußerst schwierigen Fleischversorgung der Städte durch Viehbarone, Metzger, Adelige, Pfarrer und Hirten, die Akteure dieses sehr riskanten, aber auch äußerst lukrativen Geschäfts und die verschiedenen Triebrouten in die Reichsstadt. Über ein weitverzweigtes Handelsnetz wurden bis zu 200 000 große wilde Steppenochsen jährlich von mutigen Männern in den Westen getrieben, um dort den Fleisch- und Materialhunger der Bürger zu stillen. Ein Großteil der Ochsen gelangte nach Straubing und Regensburg. Dadurch blühte hier auch in schlechten Zeiten das Lebensmittel- und Gastgewerbe. Auch viele Handwerke, das Militär und der Bergbau profitierten enorm.

Schriftliche Quellen liefern wertvolle Fakten, ergänzt durch Ergebnisse archäologischer Ausgrabungen, die Altstraßenforschung, die Flurnamen, die Kunstgeschichte und die Volkskunde. Die Schreibweise mit „x“ für die Oxen verweist auf alte süddeutsche Quellen.




NEU!!!! Freitag, 16. März, u. Samstag, 17. März 2018, Mohrensaal der Volksbank Straubing
Jahrestagung des Jesuitica e.V. in Straubing
Verein zur Erforschung der Geschichte des Jesuitenordens

Straubing. (hv) Der 1997 ins Leben gerufene Jesuitica e.V. hält jedes Jahr seinen Jahrestag an einem (ehemaligen) Standort eines Jesuitenkollegs ab. In diesem Jahr 2018 wurde Straubing als Tagungsort ausgewählt. Zu dieser Tagung sind alle Vereinsmitglieder und Interessenten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Die Tagung findet am Freitag, 16. März, und Samstag, 17. März 2018, im „Mohrensaal“ der Volksbank Straubing (Ludwigsplatz 21) statt. Das Programm der Tagung in Straubing steht mit Bezug auch auf das ehemalige hier ansässige Kolleg (1631–1773) unter dem Thema: „Theater und Pädagogik der Jesuiten“.

>>> Programm der Jahrestagung 2018 des Jesuitica e.V. sowie weitere Informationen (pdf-Datei, zum Download anklicken)




Donnerstag, 15. März 2018, 19.30 Uhr, Ort: lt. Tageszeitung!
Der Salzhandel am Beispiel des Landstorfer-Hauses in Gschwendt bei Straubing
Vortrag von Cornelia Landstorfer, Straubing

Straubing. (hv) Das wichtigste Fernhandelsgut war einst das Salz. Das weiße Gold war nicht nur eine begehrte Speisewürze, sondern diente vor allem auch als Konservierungsmittel und fand Anwendung in verschiedenen Gewerben wie etwa bei der Lederherstellung.

Auch die Gäubodenstadt Straubing war insbesondere wegen der direkten Lage an der Donau ein geradezu prädestinierter Umschlagplatz für das lebensnotwendige Salz. Anhand der Forschungen zur Geschichte eines Hofes im niederbayerischen Gschwendt lässt sich belegen, dass auch die Region um Straubing vom Handel mit Salz profitierte. Durch diesen kleinen Ort verlief die alte Handelsstraße von Straubing nach Böhmen. Die Hofstelle wurde erstmals 1381 erwähnt und ist seit 1613 im Besitz der Familie Landstorfer. Mündliche Überlieferungen über einen Salz-Fuhrhandel von Straubing nach Böhmen konnten anhand von Rechnungen des Salzamtes in Straubing tatsächlich bestätigt werden. 1615 sind diverse Einträge des Vorfahren Georg Stubenhofer zu finden, 1630 ist auch der Zielort „Beheim“, also Böhmen eingetragen.

Straubing, am Schnittpunkt der Handelsstraßen vom Rheinland nach Österreich und von Italien nach Böhmen gelegen, eignete sich hervorragend als Sitz einer Hauptmautstelle und verfügte über vier Salzstädel, von denen allerdings drei herzoglich waren. Mit 500 m langen Schiffszügen (kurfürstliche Salzflotte) wurde die Ware über die Donau nach Straubing transportiert und wurde dann auf den Landwegen vor allem in das salzlose Böhmen gebracht. Getreide, Hopfen, Glas und noch andere Waren wurden als Gegenfracht mitgebracht. Lange Zeit war das Salz somit völkerverbindend. Auf den gefährlichen Handelsreisen kam es häufig zu Überfällen und vor allem die Wirren verschiedener Kriege erschwerten immer wieder die Ausübung des Fuhrgewerbes und brachten es zeitweise ganz zum Erliegen.




Donnerstag, 22. Februar 2018, 19.30 Uhr, Foyer des Gäubodenmuseums
Jahreshauptversammlung 2018 mit Neuwahlen

Straubing. (hv) Die Einladung zur Jahreshauptversammlung (mit Tagesordnung) liegt dem Mitteilungsblatt 2017/2018 bei. Dazu der Bericht im Straubinger Tagblatt vom Samstag, 24. Februar 2018 von Frau Sepaintner. Dafür unseren herzlichsten Dank!!!